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Kommentare (5) 18.02.2013

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VW-Chef bekommt weniger Gehalt

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VW-Chef bekommt weniger Gehalt
VW-Chef Winterkorn bekommt angeblich für 2012 ein paar Millionen weniger als ein Jahr zuvor.
© Foto: Imago/Stephan Görlich

Die Debatte über Managergehälter ist wieder in vollem Gang, Gewerkschafter fordern Obergrenzen für Spitzenverdiener. VW-Chef Winterkorn bekommt angeblich für 2012 ein paar Millionen weniger als ein Jahr zuvor.

VW-Chef Martin Winterkorn soll für 2012 mit 14 Millionen Euro einem Medienbericht zufolge deutlich weniger Geld bekommen als im Jahr zuvor. Winterkorn habe dem zugestimmt, obwohl im laut seines Vertrags 20 Millionen Euro zugestanden hätten, berichtete der "Spiegel". Die Debatte über Managergehälter ist indes wieder in vollem Gange. DGB-Chef Michael Sommer hält die Bezahlung vieler deutscher Manager für maßlos. IG-Metall-Chef Berthold Huber fordert Obergrenzen bei Vorstandsgehältern.

Laut "Spiegel" hat sich das Präsidium des VW-Aufsichtsrates geeinigt, Winterkorns Vertrag zu ändern. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht am Sonntag jedoch nicht kommentieren und verwies auf die bevorstehende Aufsichtsratssitzung am 22. Februar. Auch die Verträge der übrigen acht Konzern-Vorstände sollen dem Bericht zufolge geändert werden. Boni solle es für die Top-Manager künftig zudem nur noch geben, wenn der Konzern einen Gewinn von mindestens fünf Milliarden Euro erwirtschafte. Winterkorn hatte für 2011 ein Rekordgehalt von 17 Millionen Euro erhalten, was zu einer hitzigen Debatte geführt hatte.

IG-Metall-Chef Huber, der auch Vize-Aufsichtsratschef bei VW ist, regte an, die Zahl der Beschäftigten zu einem Kriterium für die variable Vergütung zu machen. Von pauschalen Lösungen halte er nichts, weil die Unternehmen sehr unterschiedlich seien, sagte er dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Er habe aber den Eindruck, ein Großteil der Bevölkerung sehe das Limit bei etwa zehn Millionen Euro. "Viele Menschen, die mich auf das Thema ansprechen, markieren die Grenze bei einem zweistelligen Millionen-Betrag."

"Selbstbedienungsmentalität beschränken"

DGB-Chef Sommer sagte der "Passauer Neuen Presse" (Samstag): "Mir kann niemand erzählen, dass innerhalb eines Unternehmens die Arbeit des Chefs 300 Mal mehr wert sein soll als die anderer Beschäftigter." Es sei Zeit für mehr Transparenz. "Mehr öffentliche Aufmerksamkeit wird dazu führen, dass die Selbstbedienungsmentalität in den Führungsetagen beschränkt wird."

In der Schweiz hat währenddessen eine Millionen-Abfindung für den zurückgetreten Chef des Pharmakonzerns Novartis für große Empörung gesorgt: Der 59-jährige Daniel Vasella soll 72 Millionen Franken (58,5 Millionen Euro) dafür bekommen, dass er sechs Jahre lang nicht für die Konkurrenz tätig wird, sondern Novartis berät. (dpa)

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5 Kommentare
1
M.H.
19.02.2013

ohne einen Herrn Dr. Winterkorn und seinen ( langfristig geplanten) Erfolg hätten DGB-Chef Michael Sommer und IG-Metall-Chef Berthold Huber ganz andere Probleme als sich um Gehälter von erfolgreichen TOP Managern zu kümmern!

2
Gerd Österreicher
19.02.2013

Ähnlich wie Herr Wiedeking bei Porsche wird auch Herr Winterkorn mit einen stark an die Verkaufszahlen angelegten Arbeitsvertrag sein Eigen nennen? Sei es ihm gegönnt! Schon Ferdinand Porsche hat sich in früheren Jahren pro hergestelltem Käfer 100 DM nach Salzburg überweisen lassen. Die Gewerkschaften mögen sich um hohe Stundenlöhne für die gesamte Belegschaft kümmern und sich ausder Gehaltspolitik der AT-Angestellten heraushalten!

3
Marcus Jähnert
19.02.2013

Sommer, Huber und dergleichen...da verschlägt´s mir jedes Mal die Sprache. Die sollen erstmal das leisten was Hr. Winterkorn bei VW und insbesondere bei Audi geleistet hat, dann können Sie mitreden. Die Herren sollen sich doch mal um anständige Bezahlungen im Bereich Leiharbeit kümmern und nicht nur medienwirksam ihr Klientel bedienen.Wenn ich mir anschaue, was manche Führungskräfte im Handel/Mittelstand "verdienen" und welche Ergebnisse sie heute und in Vergangenheit zu verantworten haben, da ist ja der Hr. Winterkorn im Vergleich noch desolat unterbezahlt!

4
Werner Schwertner
18.02.2013

Die Aufregung der Gewerkschaftsoberen zu diesem Thema verstehe ich überhaupt nicht.Die Bezüge eines Vorstandes entscheidet der Aufsichtsrat, der auch bei VW zu 50% mit Vertretern der Mitarbeiter (dazu gehören auch Gewerkschaftfunktionäre) besetzt ist.Haben diese ihre Aufgabe nicht gewissenhaft gemacht? Natürlich halte ich die Bezüge für überzogen, aber im Gegensatz zu Banken geht es nicht zu Lasten der Steuerzahler.

5
Erwien
18.02.2013

Kein Automobil-Unternehmen war in den letzten Jahrzehnten in der Lage, eine erfolgreiche Mehr-Markenstrategie umzusetzen.BMW - Rover / Mercedes - Chrysler / Peugeot - Citroen / Fiat - Alfa - Lancia usw. usw.Im Gegenteil! Milliarden wurden regelrecht vernichtet.Herr Winterkorn ist jeden einzelnen Euro der 20 Mio. wert.Was ist besser? VW mit einem positiven Rekordjahr und 20 Mio. für Herrn Winterkorn oder PEUGEOT/CITROEN mit 5 Milliarden Verlust und 1 Mio. für Herrn Philippe Varin.

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