GuidedTour GuidedTour GuidedTour
Nachrichten
Nachrichten
Kommentare () Kommentare (0) 22.03.2016

Nach VW-Diesel-Skandal

Neue Kritik an Methoden der Autohersteller

Nach VW-Diesel-Skandal
Neue Kritik an Methoden der Autohersteller
Im Zuge des VW-Diesel-Skandals geraten auch andere Autobauer zunehmend in die Kritik.
© Foto: dpa
Zum Themenspecial Abgas-Skandal

Volkswagens Abgas-Affäre hat die Auto-Industrie in Aufruhr versetzt und die Diesel-Technologie in Verruf gebracht. Auch andere Hersteller stehen wegen erhöhter Schadstoffwerte unter Verdacht.

Im Zuge des VW-Diesel-Skandals geraten auch andere Autobauer zunehmend in die Kritik. Eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Umweltorganisation ICCT, deren Forschungsergebnisse bereits zur Aufdeckung der Manipulationen bei Volkswagen geführt hatten, könnte den Druck auf BMW und Daimler erhöhen. 

Die Hersteller waren in den vergangenen Wochen ebenfalls wegen erhöhter Abgaswerte von Dieselmotoren ins Visier von Umweltschützern geraten. Untersuchungen verschiedener Institute hatten ergeben, dass der tatsächliche Stickoxid-Ausstoß einiger Modelle unter bestimmten Bedingungen deutlich über den Testwerten lag. 

Als Begründung hatten die Hersteller niedrige Außentemperaturen angeführt, bei denen die Abgasreinigung nur eingeschränkt arbeite. Diese Argumentation finden die ICCT-Forscher jedoch wenig überzeugend. "Es ist schwierig, diese öffentlichen Erklärungen aus technischer Sicht nachzuvollziehen", heißt es in ihrer Untersuchung. Die Analyse zeige, dass "die Abschaltung der Abgasnachbereinigung aus US-Sicht nicht okay ist", sagte ICCT-Europa-Chef Peter Mock der Deutschen Presse-Agentur. Die "Wirtschaftswoche" (Donnerstag) hatte zuerst über die Untersuchung berichtet.

Sammelklage in den USA

Gegen Daimler war in den USA im Februar bereits eine Sammelklage wegen angeblichen Abgas-Schwindels eingeleitet worden. Der Konzern halte die Vorwürfe aber für unbegründet, sagte eine Sprecherin damals. 

Daimler versicherte am Dienstag in einem Statement, die gesetzlichen Vorgaben seien unter allen Betriebsbedingungen über die gesamte Fahrzeuglaufzeit gewährleistet. Ein Sprecher von BMW wies den Verdacht der Trickserei ebenfalls zurück. Der Autobauer nutze keine Gesetzeslücken und manipuliere auch nicht. In den US-Dieselautos sei das Beste eingebaut, was die Technik in Sachen Abgasreinigung leisten könne. BMW sei bisher überall bestätigt worden, dass seine Autos hervorragende Abgaswerte hätten. 

Grundsätzlich ist es Autoherstellern in den USA nicht verboten, Einrichtungen zur Abgaskontrolle zu verwenden. Allerdings müssen diese Programme bei der Zulassung der Fahrzeuge offengelegt und von den Behörden genehmigt werden. Die US-Umweltbehörde EPA testet derzeit, ob das in der Vergangenheit immer der Fall gewesen ist. Bislang haben die Aufseher nur VW gezielte Täuschung vorgeworfen. (dpa)

Artikel jetzt ...

© Copyright 2016 AUTOHAUS online

Kommentar
Ihr Kommentar zum Artikel
Ihr Kommentar zum Artikel

AUTOHAUS ist ein Fachmedium für die Automobilwirtschaft. Die qualifizierte Meinung unserer Online-Nutzer zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen.
Vielen Dank!

Artikel jetzt ...

mit anderen teilen per

© Copyright 2016 AUTOHAUS online

Newsletter
Newsletter
Schon gelesen?
Die Top-Nachrichten