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24.01.2013

Opel/PSA

Kein weiterer Stellenabbau geplant

Opel/PSA
Kein weiterer Stellenabbau geplant
Für die Ingenieure von Opel und Peugeot hatten Philippe Varin (l.) und Steve Girsky heute gute Nachrichten im Gepäck.
© Foto: Opel

Aufatmen in den Entwicklungszentren von Opel und Peugeot: Während in der Fertigung Werke geschlossen werden sollen, müssen die Ingenieure durch die neue Allianz nicht um ihre Jobs zittern.

Die kriselnden Autohersteller Opel und Peugeot-Citroën (PSA) planen bei ihrer Allianz keinen zusätzlichen Stellenabbau. "Ich sehe keine negativen Auswirkungen auf die Stellen in Frankreich und in Deutschland", sagte PSA-Chef Philippe Varin am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Brüssel. Der Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky zerstreute Sorgen von Arbeitnehmervertretern. An die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim gerichtet sagte Girsky: "Ich würde sagen, sie sollten keine Angst haben."

Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Opel entbehren nach Worten Girskys, der auch Vizechef der Opel-Mutter General Motors (GM) ist, jeder Grundlage: "Das ist alles nicht wahr. Opel steht nicht zum Verkauf, und PSA möchte auch nicht kaufen." Nach Medienberichten hatte die französische Regierung PSA gedrängt, Opel zu übernehmen. Eine Fusion sei keine Option: "Es gibt viele Dinge, die wir alleine machen müssen", sagte Girsky.

PSA und Opel leiden massiv unter der Absatzkrise in Europa. Beide häufen enorme Verluste an und wollen die Kosten über das Potenzial der Allianz hinaus drastisch senken. Opel wird deshalb das Werk Bochum mit mehr als 3.000 Mitarbeitern spätestens Ende 2016 schließen. Sollten die Beschäftigten einem Sparpaket nicht zustimmen, läuft die Fertigung im Ruhrgebiet schon Ende 2014 aus. PSA will rund 8.000 Arbeitsplätze abbauen und ein Werk in der Nähe von Paris komplett dicht machen.

Unveränderte Zielsetzung

Die Opel-Mutter GM und der französische PSA-Konzern hatten im Dezember nach mehrmonatigen Verhandlungen die Verträge für eine gemeinsame Auto-Entwicklung und ein Einkaufs-Joint-Venture unterschrieben. Das Ziel: Die beiden defizitären Hersteller erhoffen sich von der Zusammenarbeit, nach spätestens fünf Jahren jährlich zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) einzusparen. "Diese Zielsetzung ist unverändert", sagte Varin.

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