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Kommentare (2) 18.02.2013

Rückruf-Bilanz 2012

US-Kunden müssen häufiger in die Werkstatt

Rückruf-Bilanz 2012
US-Kunden müssen häufiger in die Werkstatt
Rückrufaktion recall USA
Rückruf-Bilanz: Im Vergleich zu 2011 mussten 2012 in den USA eine Million Einheiten mehr in die Werkstatt.
© Foto: Mauro Saivezzo / Fotolia.com / asp-Montage

Das Center of Automotive Management hat auch für 2012 die Rückrufe auf dem US-Markt ausgewertet. Im Vergleich zum Jahr davor mussten eine Million Einheiten mehr zur Fehlerbehebung.

Nach Berechnungen des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach wurden im vergangenen Jahr auf dem US-Markt rund 15,6 Millionen Pkw (inkl. Kleintransporter) zurückgerufen. Das waren über eine Million mehr als 2011, aber deutlich weniger als im Rekordjahr 2010 als knapp 18 Millionen Einheiten in die Werkstatt mussten. Japanische Hersteller seien auch 2012 am stärksten von Rückrufen betroffen gewesen, heißt es in einer aktuellen CAM-Mitteilung. Deutsche Hersteller hätten dagegen mit Ausnahme von BMW eine unterdurchschnittliche Mängelquote erzielt.

Toyota habe allein auf dem US-Markt über 5,3 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordert, vor allem wegen der Überhitzungsgefahr von elektrischen Fensterhebesystemen und Spurstangenproblemen. Das waren mehr als 2,5 Mal so viele Fahrzeuge wie der größte Hersteller der Welt im vergangenen Jahr in den USA verkaufen konnte. CAM-Direktor Stefan Bratzel errechnet daraus eine Rückrufquote von 255 Prozent, wobei diese Rechnung nicht berücksichtigt, dass die Rückrufe meist mehrere Baujahre und nur selten neu zugelassene Fahrzeuge betrafen. Zudem reagiert Toyota nach Strafzahlungen infolge seiner Gaspedal- und Fußmatten-Rückrufe der Jahre 2009 und 2010 besonders sensibel auf Kundenbeschwerden.

Bei den sicherheitsrelevanten Produktmängeln am Fahrzeug waren laut CAM-Auswertung im Jahr 2012 vor allem Elektrik-/Elektronikprobleme dominant. Im Jahr 2012 entfielen knapp die Hälfte (47 Prozent) aller Rückrufaktionen auf Mängeln bzw. Problemen mit elektrischen Bauteilen, u.a. mit dem Risiko von Kurzschluss und Bränden. Elf Prozent der Rückrufe betrafen jeweils Probleme im Insassenschutz (z.B. Gefahr einer versehentlichen Airbagauslösung) und Mängel am Motor und Antriebsstrang, während Rückrufe durch Probleme an der Lenkanlage, Fahrwerk und Bremsanlage im höheren einstelligen Prozentbereich zu finden waren. (ng)

Eine genaue Baugruppen-Übersicht finden Sie unten in der Infobox unter "Dateidownload".

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2 Kommentare
1
Josef Schnitzhofer
19.02.2013

man muss aber auch sagen, dass die hersteller in den usa mit sicherheit noch um einiges pingeliger sind, aus angst vor den anwalts-heerscharen und der klagewut der amerikaner, wird zwar bei uns leider auch immer schlimmer dank rechtsschutzversicherungen und motivierter anwälte aber zum glück noch nicht ganz "us-like"...

2
Mr. Japan
18.02.2013

Der Unterschied zwischen Deutschen-Herstellern und Japanischen ist .. das der Kunde eines Japanischen Fahrzeuges nicht im Regen stehen gelassen wird wenn ein Problem gibt/gäben könnte .. nicht wie bei vielen Deutschen-Herstellern .. vor ein paar Tagen gabs eine Amerikanische Studie .. http://www.autohaus.de/us-studie-autos-werden-zuverlaessiger-1221319.html .. die besagt genau das was ich meine .. was viele nicht verstehen oder verstehen wollen .. das z.B. bei Toyota Rückrufaktionen positiv erachtet werden .. Kunde gibt sein Auto zum Rückruf und bekommt ein verbessertes Bauteil/Auto zurück ... bei einigen Hersteller geht das Bauteil kaputt und der Kunde darf es selber Bezahlen ...

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