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Kommentare (3) 20.02.2013

Sitzung am Freitag

VW-Aufseher entscheiden über Vorstandsgehalt

Sitzung am Freitag
VW-Aufseher entscheiden über Vorstandsgehalt
Analysten rechnen am Freitag mit ersten Eckdaten zum Geschäftsjahr 2012.
© Foto: Imago/Rust

Der VW-Aufsichtsrat will am Freitag neue Regeln für die umstrittenen Millionengehälter des Vorstands beschließen. Zudem rechnen Analysten mit ersten Eckdaten zum Geschäftsjahr 2012.

Nach monatelangen Beratungen wollen die Aufseher von Europas größtem Autobauer Volkswagen an diesem Freitag (22.) neue Regeln für die umstrittenen Millionengehälter des Vorstands beschließen. Der Konzern hatte angekündigt, bis spätestens zur Bilanzvorlage im März überarbeitete Richtlinien vorzulegen. Sie sollen die variablen Bestandteile neu definieren, die meist deutlich höher sind als das Grundgehalt. Damit will VW auch die jüngste Kritik an der Vergütung von Vorstandschef Martin Winterkorn auffangen. Zudem rechnen Analysten mit ersten Eckdaten zum Geschäftsjahr 2012, in dem Volkswagen erneut ein Rekordergebnis eingefahren haben könnte.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens plant das Kontrollgremium, bei dem Treffen in Wolfsburg die Berechnung der Boni für das Top-Management neu zu ordnen. Bisher fließen hier neben der Rendite auch der Absatz sowie die Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeitern ein. Kritiker hoher Vorstandsgehälter sprechen sich zudem dafür aus, etwa die Entwicklung der Beschäftigung oder stärker langfristig orientierte Größen in die Kalkulation aufzunehmen.

Winterkorn hatte für das Jahr 2011 inklusive einer Nachzahlung rund 17,5 Millionen Euro erhalten, er war zuletzt Deutschlands mit Abstand bestbezahlter Manager. Ein großer Teil der Summe entfiel auf erfolgsabhängige Komponenten, die über das Basisgehalt hinausgehen. Nach Medienberichten hätte der VW-Chef für das vergangene Jahr bei unveränderter Berechnung sogar bis zu 20 Millionen Euro erhalten.

Branchenbeobachter erwarten wie in den Vorjahren bereits bis Ende Februar erste Eckdaten des Autoriesen zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Für 2012 hatte Winterkorn wegen der Absatzkrise der Autoindustrie in Süd- und Westeuropa die Marschroute ausgegeben, beim Betriebsergebnis wenigstens die Marke von 11,3 Milliarden Euro halten zu wollen.

Neuer Rekordgewinn?

Frank Schwope von der Norddeutschen Landesbank (NordLB) sieht mit Blick auf den neuerlichen VW-Absatzrekord von fast 9,1 Millionen verkauften Fahrzeugen aber weiteren Spielraum: "Für Volkswagen sieht es rosarot aus. Auch 2012 lief vieles ziemlich gut zusammen." Er gehe davon aus, dass der operative Gewinn daher wohl nochmals leicht über dem Vorjahresniveau liegen dürfte, sagte Schwope - auch dank steigender Auslieferungen in Amerika und Asien. Ähnlich hatte sich Ende Januar schon Betriebsratschef Bernd Osterloh geäußert, er sprach sogar von einem weiter verbesserten Gesamtergebnis.

Daneben gelinge es VW gut, die Anlaufkosten für den Modularen Querbaukasten (MQB) und weitere Milliardeninvestitionen zu schultern. "Das alles lässt auch auf ein gutes Jahr 2013 schließen", meinte der Analyst zum Ausblick. "Wenn es so weitergeht, dürfte Volkswagen die 10-Millionen-Auto-Grenze von 2018 bereits 2014 knacken." Beim Umsatz rechnen Analysten mit bis zu 191 Milliarden Euro. Auch das wäre noch einmal ein starker Zuwachs gegenüber 2011 (159,3 Milliarden Euro). (dpa)

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3 Kommentare
1
Christian Viereck
21.02.2013

Ach Herr Weber es wird doch keiner gezwungen für VW zu arbeiten. Ich finde die Limitierung der Gehälter für grundlegend falsch. Man könnte ja auch über die Prämien für alle VWler streiten - ,ir wäre eine großzügige Ausschüttung an die Aktionäre lieber.

2
Thomas Weber
21.02.2013

"Zufriedenheit von Mitarbeitern"?Da sind aber sich er nicht die Mitarbeiter der VW Konzern Vertragshändler gemeint. Zum Konzern gehört ja nicht nur die Marke VW PKW. Und was über diverse Konzernmarken dem Handel und dessen Mitarbeitern zugemutet wird, rechtfertigt sicher nicht dieses Millionengehalt. Fragen Sie mal die nicht konzerneigenen Betriebe und deren Mitarbeiter rund um die Metropolkonzept oder Retail Standorte bzw. dem neuen Audi GW Outlet. Aber das ist die andere Seite der Medaillie. Und die Leute im Handel haben aus der Sicht des Konzerns im Zweifel Ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht. Andererseits sind rund 2,18 EUR pro gebautem Auto für Herrn Winterkorn so viel dann doch nicht.

3
Dieter M. Hölzel
20.02.2013

Hoffentlich machen sich da nicht die " Neidhammel " breit, jene, denenim Leben wenig gelingt ausser in Parteien gewählt zu werden, die allesbestreiten, ausser den eigenen Lebensunterhalt, zumindest viele davon.

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