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Kommentare () Kommentare (0) 25.03.2013

Striktes CO2-Ziel

Schulterschluss zwischen VW und Greenpeace

Striktes CO2-Ziel
Schulterschluss zwischen VW und Greenpeace
Martin Winterkorn will VW zum ökologisch nachhaltigsten Autohersteller der Welt formen.
© Foto: Imago/Sven Simon

Bei einem Spitzentreffen mit den Umweltaktivisten hat Konzernboss Martin Winterkorn bekräftigt, das 95-Gramm-CO2-Ziel der Europäischen Union bis 2020 erreichen zu wollen.

Dialog statt Konfrontation: Volkwagen-Chef Martin Winterkorn hat Greenpeace erstmals über seine verschärften Umweltziele informiert. Am vergangenen Donnerstag legte der Spitzenmanager Brigitte Behrens, Geschäftsführerin der Umweltorganisation, bei einem Treffen in Hannover dar, wie der Autobauer das von der EU gesetzlich festgelegte Emissionsziel von durchschnittlich 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer bis 2020 erreichen will. Das war seit längerem eine zentrale Forderung von Greenpeace an den Autobauer.

"Ich garantiere, dass wir alles daran setzen werden, 95 Gramm CO2-Emissionen ohne Wenn und Aber zu erreichen", sagte Winterkorn laut einer am Montag verbreiteten Unternehmensmitteilung. Voraussetzung dafür sei, dass die Kunden die modernen Antriebe auch annehmen würden. "Das ist aber selbstverständlich unser Ziel", betonte der Manager.

Volkswagen hatte sich bereits zu Jahresbeginn zu den strengeren CO2-Grenzwerten in der Europäischen Union öffentlich bekannt. Auch auf dem Genfer Autosalon Anfang März bekräftigte das Unternehmen den Plan, den Verbrauch seiner Neuwagenflotte stärker zu verringern als bislang vorgesehen (wir berichteten).

"Wichtiges Signal"

Behrens lobte die Entscheidung des Konzerns. "Dies ist (…) ein wichtiges Signal, sich für den Schutz der Umwelt und Gesellschaft einzusetzen und klimafreundliche technische Lösungen in Serie zu fertigen." Die Erklärung sei auch ein Zeichen für strengere Abgasvorschriften für die Wachstumsmärkte USA und China. Beide Seiten kündigten an, weiter in Dialog zu bleiben. Künftig sollen auch neue Mobilitätskonzepte gemeinsam erörtert werden.

In den vergangenen zwei Jahren hatte sich Greenpeace wiederholt mit Volkswagen angelegt, unter anderem auf Automessen, bei Modellvorstellungen und der Hauptversammlung des Konzerns. Der Vorwurf der Umweltschützer: Europas Branchenprimus bringt Effizienztechnologien nicht in den Massenmarkt, sondern betreibt mit ausgewählten Spritspar-Modellen nur "Symbolpolitik". Für Aufsehen sorgte Greenpeace vor allem 2011 mit der Internetkampagne "VW: The dark side", bei der die Aktivisten die VW-Zentrale als Todesstern der Star-Wars-Saga verballhornten und so zu mehr Öko-Engagement aufforderten. (rp)

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