GuidedTour GuidedTour GuidedTour
Nachrichten
Nachrichten
Kommentare (2) 17.01.2013

Studien

Online-Teilehandel auf dem Vormarsch

Studien
Online-Teilehandel auf dem Vormarsch
Internetvertrieb Aftersales E_commerce_kfz_service
Zwei Studien gehen von einer zunehmenden Verlagerung des B2C-Teilevertriebs ins Internet aus - wenn auch auf niedrigem Niveau.
© Foto: vichie81 / Thomas Jansa / Fotolia / asp Montage

Sowohl TNS Infratest als auch Wolk Aftersales Experts gehen von einer zunehmenden Verlagerung des B2C-Vertriebs ins Internet aus - wenn auch auf niedrigem Niveau.

In den vergangenen beiden Jahren haben in Deutschland rund sieben Millionen Autofahrer Ersatzteile, Reifen, Felgen oder Zubehör für ihr Auto online eingekauft. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von TNS Infratest. "Das damit verbundene jährliche Umsatzvolumen hat mittlerweile die Milliardengrenze deutlich überschritten", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens, in der allerdings keine genaueren Zahlen genannt wurden.

Für die Studie "AutoTeileOnlineMonitor" wurden zum Ende des abgelaufenen Jahres 800 repräsentative Interviews mit Online-Teilekäufern und weitere 200 Interviews mit potenziellen Onlinekäufern durchgeführt. Am größten sei die absolute Anzahl an privaten Onlinekäufern derzeit im Produktbereich der Autoersatzteile (sechs Millionen). Gemessen am Gesamtvolumen sei der Marktanteil des Internets allerdings bei Reifen und Felgen am größten. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Kauf in dieser Produktkategorie seien zudem deutlich höher als bei Autoersatz- oder Autozubehörteilen.

Der Wettbewerb um das Umsatzvolumen im Markt für Pkw-Komponenten wird sich nach Auffassung von Michael Dürr von TNS Infratest in den kommenden Jahren noch mehr in das Internet verlagern. "Das Internet ist hierbei nicht einfach nur ein weiterer Vertriebskanal für alt eingesessene Marktakteure. Im Internet ist vielmehr ein völlig neuer Markt mit neuen Teilnehmern und spezifischen Anforderungen herangewachsen. Ein erfolgreicher Auftritt in diesem Onlinemarkt setzt dezidierte Marktanalysen voraus", erklärte der Experte.

 "Webshops noch in der Startphase"

Auch die Unternehmensberatung Wolk Aftersales Experts bestätigt in einer aktuellen Studie, dass sich der Online-Vertriebskanal auf dem Vormarsch befindet. Allerdings seien die B2C-Webshops für Autoteile noch "in der Startphase" und kämen auf weniger als einen Prozent Marktanteil. Eine größere Bedeutung messen die Studienmacher den Werkstattportalen wie Fairgarage oder bei Autoscout24 zu, über die Endkunden zwar nicht einzelne Ersatzteile, aber komplette Servicepakete kaufen können.

Diese Konstellation stelle Industrie und Handel vor neue Herausforderungen, insbesondere die kleinen und mittleren Teilehändler. "Sie stehen einerseits zwischen dem zunehmenden B2C-Online-Business und den Autocentern mit Direktverkauf an den Autofahrer und andererseits zwischen den Großdistributoren, die mehr und mehr direkt an die Werkstätten verkaufen. Die Folgen sind künftig mehr denn je Preis- und Margenprobleme", so die Studienmacher Helmut Wolk und Zoran Nikolic. (ng)

Newsletter
Newsletter
Artikel jetzt ...

mit anderen teilen per

© Copyright 2014 AUTOHAUS online

Artikel jetzt ...

© Copyright 2014 AUTOHAUS online

2 Kommentare
1
Mr.Flott
12.02.2013

Auch hier liegt genau so wie im Autohandel die Zunkunft im Internet.Die Al Bundys welche oft hinterm E-Teil Verkaufstresen stehen,sind meist nur Kaufleute,o. Lagerverwalterkeine Mechaniker, der technische Hintergrund fehlt da oft meistens.Wie überall wird auch hier Wert auf preisgünstiges Personal gelegt.Ganze E-Teil Katologe&Zubehör stehen über mehrere Warengruppen mittler-weile im Netz Online zur Verfügung ,selbst Reparaturtipps&Lösungen sind hier schon Bebildert abrufbar. DR.-Internet lässt grüßen-Das ist die Zukunft. Auch hier wird es für den geknebelten Vertrags-händler schwierig,zumal bei Standartteilen die Preisfindung übers In-ternet eh nicht zu schlagen ist.-Alternativ Gebrauchtteilemarkt der immer mehr zunimmt,vielen sind ganz Neuteile zu teuer. Wer heute noch Standart-Teile beim Vertragshändler kauft,dem ist eh nicht mehr zu helfen.

2
Michael Kühn
18.01.2013

Wenn man diese Gedanken ein wenig "weiterspinnt", wird es bei den klassischen Vertragshändlern zukünftig an einer Säule von den Autohäusern verkaufstechnisch betrachtet auch ein wenig "bröckeln". Der Teiledienst in den Autohäusern ist leider oft unter aller Kanone... Bei einem sehr großen BMW-Händler stand ich vor 4 Wochen sage und ssssschreibe über 45 Min. am Verkaufstresen in der Warteschleife... - für banale und gängige Ersatzteile (Birnchen u. Sicherungen). Es "hüpften" zwar 4 Figuren hinter dem Tresen herum und nur einer bediente den einen einzigen Kunden vor mir, der wohl noch nicht einmal genau wußte, was er braucht oder die Person hinter dem Tresen, wußte nicht, wie er dem Kunden helfen kann...ich bin dort in der Gegend unterwegs gewesen und dachte, nimm doch gerade von hieraus gleich das mit, was Du in jedem Fall brauchst. Eine 2. Hin + Rückfahrt wäre sicher nicht passiert, denn wieder daheim hätte ich im Internet recherchiert, wo ich diese Banalitäten bestellen kann u. per Päckchen erhalten kann !!!

Ihr Kommentar zum Artikel
Ihr Kommentar zum Artikel

AUTOHAUS ist ein Fachmedium für die Automobilwirtschaft. Die qualifizierte Meinung unserer Online-Nutzer zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen.
Vielen Dank!

Schon gelesen?
Die Top-Nachrichten