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Bereitschaft zur Wartung lässt nach

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Bereitschaft zur Wartung lässt nach
Peter Schuler, Bundesgeschäftsführer der KÜS, hält die abnehmende Bereitschaft zur regelmäßigen Wartung von Fahrzeugen im Hinblick auf die Verkehrssicherheit für bedenklich.
© Foto: KÜS e.V.

In der Mängelbilanz 2012 der KÜS gehören die Lichtanlage, Bremsen und die sogenannte Mängelgruppe "Umweltbelastung" erneut zu den Spitzenreitern. Zudem stellten die Prüfexperten einen Anstieg bei den erheblichen Mängeln fest. Die Bereitschaft zur regelmäßigen Wartung lässt bei den Fahrzeughaltern offenbar weiter nach.

In der Mängelbilanz der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V. (KÜS) aus den Hauptuntersuchungen an Personenkraftwagen im Jahr 2012 finden sich die bekannten Spitzenreiter der vergangenen Jahre wieder. Die Beleuchtungsanlage, Bremsen und die sogenannte Mängelgruppe "Umweltbelastung" belegen in der Negativbilanz die vordersten Plätze.

Zwei Prozent Steigerung bei den "Erheblichen Mängeln"

Darüber hinaus haben die Prüfer im Vergleich zum Vorjahr erneut mehr Fahrzeuge mit der Einstufung "Erhebliche Mängel" registriert. Die Zahl stieg um fast zwei Prozent von 21,59 auf 23,55 Prozent. Immer häufiger schieben Autofahrer die Wartung ihrer Fahrzeuge auf die lange Bank. Der sich abzeichnende Trend der zunehmenden Vernachlässigung bei der Fahrzeugwartung bestätigt sich auch im Jahr 2012, so die Erkenntnis der unabhängigen Sachverständigen. Bei solch einer Einstufung des Wagens werde die Plakette selbstverständlich nicht erteilt.

Drei Prozent mehr Fahrzeuge "Ohne Mängel"

Zugelegt habe jedoch erfreulicherweise auch die Zahl der mängelfreien Fahrzeuge, von 49,90 Prozent (2011) auf 52,78 Prozent (2012). Geringe Mängel wurden im Jahr 2011 noch 28,48 Prozent der KÜS-geprüften Pkw attestiert, 23,64 Prozent waren es im vergangenen Jahr. Die Plakette entfernt wurde sowohl 2011 und 2012 jeweils 0,03 Prozent der Fahrzeuge – Diagnose: Verkehrsunsicher.

Dauerbrenner

Innerhalb der einzelnen Mängelgruppen gab es laut dem Bericht der KÜS nur geringe Verschiebungen. Nach wie vor sind Probleme an der Beleuchtungsanlage die "Favoriten" bei der Mängelbilanz. Von einer Verbesserung der Situation könne also nicht wirklich die Rede sein. Auch Platz zwei in der Negativhitparade der Fahrzeugmängel habe Bestand. Die Bremsanlage der untersuchten Fahrzeuge stand mit 19,24 Prozent in der KÜS-Bilanz, im Vorjahr waren es mit 19,58 Prozent geringfügig mehr. Die Mängelgruppe "Umweltbelastung" behauptet Rang drei bei den Fahrzeugdefiziten – 17,67 Prozent wurden in den Prüfstellen und Prüfstützpunkten der KÜS bemängelt – eine leichte Steigerung gegenüber 2011 (15,99 Prozent).

Beachtenswert ist die Tatsache, dass bereits im Jahr 2000, also vor zwölf Jahren, die gleiche Reihenfolge in der Mängelbilanz der KÜS festgestellt wurde. 23,37 Prozent waren es zur Jahrtausendwende bei den Lichttechnischen Einrichtungen, 19,91 Prozent bei der Bremsanlage und 16,02 Prozent bei der Mängelgruppe Umweltbelastung.

Schuler äußert Bedenken

Für die weiteren Gruppen der aktuellen Mängelbilanz gab die Überwachungsorganisation aus Losheim am See ebenfalls die Ergebnisse bekannt: 14,77 Prozent der Hauptuntersuchungen führten zur Bemängelung bei Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen (2011: 15,14 Prozent), bei der Gruppe Fahrgestell, Rahmen, Aufhängungen und daran befestigte Teile waren es 9,83 Prozent (2011: 11,47 Prozent). Sichtverhältnisse, also Probleme bei der Windschutzscheibe, deren Reinigungseinrichtungen und den Fahrzeugspiegeln wurden bei 6,70 Prozent der geprüften Fahrzeuge bemängelt (2011: 6,64 Prozent), an der Lenkanlage hatten 3,44 Prozent der Fahrzeuge Mängel (2011: 3,49 Prozent).

Peter Schuler, Bundesgeschäftsführer der KÜS, sagte zur aktuellen Mängelbilanz: "Die KÜS stellt fest, dass die Bereitschaft zur regelmäßigen Wartung der Fahrzeuge nachlässt. Diesen Rückschluss lassen die Mängelbilder unserer Hauptuntersuchungen zu. Ich halte das für eine bedenkliche Entwicklung im Hinblick auf die Verkehrssicherheit." (lk)

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