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Kommentare () Kommentare (0) 13.10.2015

Gemeinschaftsunternehmen

Wasserstoff-Tankstellen für ganz Deutschland

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Wasserstoff-Tankstellen für ganz Deutschland
Alternative Antriebstechnologien gelten als Zukunft der Automobilindustrie. Noch fehlen in Deutschland die Rahmenbedingungen. Ein Zusammenschluss aus Vertretern verschiedener Branchen will das ändern.
© Foto: Daimler

Der Aufbau eines flächendeckenden Netzwerk von H2-Stationen lahmt seit Jahren. Jetzt kommt wieder Bewegung in den Markt – dank altbekannter Player.

Um Elektroautos mit Brennstoffzelle voranzubringen, soll ein Netz von Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland aufgebaut werden. Mit Investitionen von 400 Millionen Euro sollen bundesweit rund 400 Stationen bis 2023 entstehen. Dafür gründeten Daimler, die Tankstellenbetreiber Total, Shell und OMV sowie die Gasehersteller Linde und Air Liquide ein Gemeinschaftsunternehmen, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Derzeit gibt es 19 öffentliche Wasserstoff-Stationen und insgesamt 14.500 herkömmliche Tankstellen.

Das Gemeinschaftsunternehmen namens H2 Mobility Deutschland mit Sitz in Berlin plant zunächst den Aufbau von 100 H2-Stationen in den nächsten Jahren. Eigentlich sollten es in diesem Jahr schon 50 sein. Dieses Ziel hatten die sechs Partner bereits 2012 im Rahmen eines Aktionsplans ausgegeben (wir berichteten). Der Bund will die Forschung bis 2018 mit weiteren 161 Millionen Euro fördern. Von 2008 bis 2016 stellen Bundesregierung und Industrie 1,4 Milliarden Euro bereit.

Brennstoffzellen mit dem Energieträger Wasserstoff gelten als vielversprechende neue Fahrzeugtechnologie. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte dem "Handelsblatt" (Dienstag): "Elektromobilität muss emotional sein und Leidenschaft wecken." E-Autos mit Wasserstoff seien dafür besonders geeignet, da sie in wenigen Minuten aufzutanken seien und große Reichweiten hätten – nach Branchenangaben bis zu 400 Kilometer. Diese Fahrzeuge gelten vorerst noch als zu teuer für einen Durchbruch auf dem Markt. Jüngst hatte sich aber ausgerechnet Daimler-Boss Dieter Zetsche skeptisch zur Perspektive der Brennstoffzelle im Vergleich zum rein batteriebetriebenen Elektroauto geäußert. (dpa/rp)

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