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Kommentare (10) 04.02.2013

ZDK

Konzept der "Meister-HU" steht

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Konzept der "Meister-HU" steht
Kfz-Werkstätten sollen die Hauptuntersuchung künftig in Eigenregie durchführen können.
© Foto: TÜV Süd

Das Kfz-Gewerbe macht Nägel mit Köpfen. Am Montag wurden die Pläne intern vorgestellt. Laut ZDK kamen sie "sehr gut" an. Anfang März wird der Vorschlag dem Bund-Länder-Fachausschuss präsentiert.

Das Deutsche Kfz-Gewerbe (ZDK) hat das angekündigte Konzept einer "Meister-HU" auf dem Weg gebracht. Der Dachverband stellte seine Pläne am Montag in Bonn 140 Vertretern von Landesverbänden und Innungen vor. Das Konzept sei "sehr positiv" aufgenommen worden, teilte der ZDK mit. Der Verband kündigte an, den Vorschlag Anfang März dem zuständigen Bund-Länder-Fachausschuss zu präsentieren.

Mit einer Hauptuntersuchung (HU) im Meisterbetrieb will die Branche den Werkstätten ein neues Geschäftsfeld schaffen. Ihnen soll künftig möglich sein, die HU selbstständig durchzuführen. Am aktuellen dualen System soll nicht gerüttelt werden. Die Überwachungsorganisationen lehnen die Pläne strikt ab und beharren auf der Trennung von Prüfung und Reparatur (wir berichteten).

Der ZDK verwies in seiner Mitteilung auf Erfolge in anderen europäischen Ländern: "Entsprechende Erfahrungen wie zum Beispiel in den Niederlanden zeigen, dass solch ein System gut funktioniert." Als Vorteile für die Verbraucher nannte der Verband eine "höhere Flexibilität bei der Durchführung, verringerte Kosten durch schlankere Prozesse und Kundenservice aus einer Hand".

Bei der Qualitätssicherung favorisiert der ZDK ein übergeordnetes System, das die ermächtigten Kfz-Innungen und Landesverbände befolgen müssen. Auch sollen alle HU-Werkstätten und -Meister durch unangekündigte und regelmäßige Nachprüfungen überwacht werden. Eine unabhängige Beschwerdestelle solle die ordnungsgemäße Durchführung gewährleisten, hieß es.

Europaweite Neuordnung geplant

Hintergrund ist, dass die EU-Kommission die regelmäßige technische Kfz-Überwachung europaweit neu ordnen will. Der aus Brüssel vorgegebene Rahmen erlaubt den nationalen Gesetzgebern, neben den staatlichen und privaten Stellen der Fahrzeugüberwacher auch die Werkstätten gleichrangig als Prüfstellen zu nennen. (rp)

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10 Kommentare
1
Fugger
11.04.2013

ja ja, die prüfingenieure sind viel besser und ordentlicher. daher schaffen sie es auch an einem vormittag 20 autos zu prüfen. so fleißig sind die. und die geben sogar einen berficht mit, wenn das auto in ordnung ist. wenn nicht kleben sie die plakette für ein erhöhtes entgelt. natürlich ohne bericht. was für feine kerle.eine meister hu wäre auf jeden fall sinnvoll. zum einen sind die meister nicht überquallifiziert für den job, können daher geringere löhne verlangen und sie können die untersuchung in den täglichen werkstattbetrieb integrieren. somit wird viel zeit gespart. und dem kunden geld.um die frage zu klären, ob der meister sachen abrechnen kann, die unnötig sind sollte folgendes betrachtet werden. diese aussage widerspricht der befürchtung, dass die quallität der so geprüften fahrzeuge leiden könnte. zum anderen haben die werkstätten auch anderweitig die möglichkeit ihre kunden abzuziehen. denn die kommen nicht nur zum tüv in die werkstatt. außerdem springen die prüfer auch wie dressierte königspudel durch einen brennenden reifen, wenn es der werkstattleiter verlangt. denn sonst kommt ein anderer prüfen, wenn nicht gespurt wird.desweiteren wäre zu prüfen, wieviele unfälle von defekten fahrzeugen verursacht werden. 10%, 20%? nein, 0,1% der Unfallfahrzeuge haben mängel, die nichtmal ursächlich für den unfall sein müssen. daher braucht keiner sorgen haben, dass die straßen dann zum schrottplatz werden.viele kleine werkstätten haben nichts dagegen die 90 euro selbst zu verdienen und dem kunden täglich die möglichkeit der hu zu der von ihm gewünschten zeit anzubieten. keine sorge liebe prüfer, fachkräfte werden auch noch woanders gesucht.

2
Alfred Sinz
16.02.2013

Die Meister HU ist die eindeutig folgerichtige Entscheidung und muß Europaweit zum tragen kommen.(Liberalisierung und Wettbewerb) Sie ist ganz klar längst überfällig und sollte -trotz aller Unkenrufen- schnellstens auf den Weg gebracht werden.

3
Achim Lutz
06.02.2013

Also ich habe schon viel in der Presse zu der Meister HU gelesen, aber man sollte auch mal nachfolgende Punkte bedenken: Der KFZ-Meister macht doch schon diverse hoheitliche Aufgaben, z.B. §57b, AU-Prüfung, SP-Prüfung, Gasanlagen in Wohnmobile und auch die GAP/GSP-Prüfung! Warum soll dieser dann dazu weniger qualifiziert sein als ein Prüfingenieur (PI)? Grundsätzlich kommt der Kfz-Meister kommt schon immer durch seine Lehre/Ausbildung als Kfz-Mechaniker aus diesem Bereich. Danach besucht er in der Regel eine anerkannte Schule zwecks Weiterbildung als Kfz-Meister. Der Prüfingenieur PI kann aus dem Bereich Elektrotechnik, Maschinenbau oder Kfz-Bereich kommen. Voraussetzung für Fahrzeuguntersuchungen gem. §§ 29, 19(3) sind, wenn diese gem. Anlage VIII b StVZO erfolgen: -mindestens 24 Jahre alt sind, -geistig und körperlich geeignet sowie zuverlässig sind, -die Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge sämtlicher Klassen außer D und D1 besitzen und gegen sie kein Fahrverbot angeordnet ist, als Vorbildung ein Studium des Maschinenbaufaches, des Kraftfahrzeugbaufaches oder der Elektrotechnik an einer im Geltungsgebiet dieser Verordnung gelegenen oder an einer als gleichwertig anerkannten Hochschule oder öffentlich oder staatlich anerkannten Hochschule oder öffentlich oder staatlich anerkannten Fachhochschule erfolgreich abgeschlossen haben, an einer mindestens acht Monate dauernden Ausbildung teilgenommen haben, deren Ausbildungsplan von der zuständigen Behörde nach Nr. 1 der Anlage VIII StVZO anerkannt worden ist; die Dauer der Ausbildung kann verkürzt werden, wenn eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit als Kraftfahrzeugsachverständiger nachgewiesen wird, ihre fachliche Eignung durch die staatliche Prüfung nachgewiesen haben, die zuständige Behörde der Betrauung des Prüfingenieurs zugestimmt hat. Auch was tägliche Erfahrung und die eigentliche Praxis des Kfz-Meisters im Kraftfahrzeugbereich angeht, hinsichtlich den vorhandenen Mängel an den Fahrzeugen, wo der Meister jeden Tag mit zu tun hat, ist wesentlich umfangreicher, als die Erfahrung eines frisch ausgebildeten PI aus dem Bereich Maschinenbau oder Elektrotechnik.Und betrachten wir die die Fahrzeuguntersuchung mal nüchtern und sachlich, was macht denn der PI gegenüber dem Kfz-Meister vor Ort anders? - Nichts, den der Kfz-Meister überprüft schon lange im Vorfeld –bevor der PI überhaupt auf das Betriebsgelände kommt - auch die Lichtanlage, insbesondere die Weitleuchtenregulierung, die Bremsanlage, die Lenkung, die Bereifung, die Achsteile wie Federn, Spurstangen, Traggelenk und Querlenker, den Unterboden und diverse andere Bauteile, sowie auch eintragungspflichtige Bauteile. Weiterhin wird dazu die AU am Fahrzeug durchgeführt, das Fahrzeug auf einem Bremsenprüfstand abgebremst, die Lichtanlage mit einem Einstellgerät überprüft und das Fahrzeug auf einer Hebebühne angehoben.Und diese Punkte soll ein Kfz-Meister mit einer qualifizierten und fundierten Zusatzausbildung nicht erfüllen können??Und falls es manche Personen vergessen haben oder es eventuell nicht mehr wissen wollen, viele „HU-Prüfer“ früher vom TÜV waren überwiegend Kfz-Meister - und die gib es heute immer noch an den Prüfstellen…!Mit freundlichen GrüßenAchim LutzSachverständigenbüro Lutz und SZÜ GmbH

4
R. Aspek
06.02.2013

Die Ermächtigung von Werkstätten zur Durchführung von FZG-Überprüfungen ist seit dem Start 1973 in unserem Nachbarland Österreich selbsterständlich. Ein Qualitätsverlust ggü. den staatlichen Prüfstllen ist nicht gegeben, da die Kontrollen Fehler bzw. Fehlverhalten der Prüfer schnellstens aufdecken. Überprüfungen werden OHNE Ankündiung seitens der Behörden durchgeführt. Die Auflagen für die Prüfer als auch die Werkstättensind mittels Verordnung des Bundesministerium für Verkehr festgelegt. Aus der Sicht des Kunden/Autofahrers kann man froh sein, die Überprüfung (beim PKW ab dem 5. Jahr nach der Erstzulassung)in der Werkstatt seines Vertrauens durchführen zu lassen. Es ist kein zweiter Termin bei eine Prüfstelle erforderlich. Dies kann in Deutschland ebenso ohne Qualitäts-verust eingeführt werden.

5
Marko Bullerjahn
06.02.2013

Meiner Meinung nach ist die Einführung einer HU durch angestellte Meister in den Werkstätten ein klarer Rückschritt. Die Argumente, dass die Meister bisher AU, SP und Gasanlagenprüfungen durchführen zeigen insbesondere bei der AU wie hier getrickst und gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Beispiele erspare ich mir hier. Das Argument, hier falle ein Monopol ist schlichtweg falsch, da es schon lange kein Monopol mehr bei den HU´s gibt. Die Prüfunternehmen sehen sich im harten Konkurrenzkampf um die Gunst der Werkstätten gegenüber. Wenn jetzt noch die Abhängigkeit des HU durchführenden Meisters von seinem Chef, der Gunst des Kunden und den eventuell notwendigen Reparaturen hinzukäme, könnte man die HU auch gleich abschaffen, zumindest wäre die Qualität nicht haltbar. Dafür sind jedoch nicht fachliche sondern wirtschaftliche und zwischenmenschliche Faktoren verantwortlich. Deshalb ist die Idee, Meister für HU´s einzusetzen grundsätzlich ja nicht schlecht, dann aber doch bitte als Angestellter bei einer Prüforganisation und unabhängig von den Instandsetzungsarbeiten.

6
T. Kappes
05.02.2013

es wundert mich nicht dass die prüforganisationen plötzlich aufschreien und so strikt dagegen sind. könnte es doch sein das man die gelddruckmaschine nicht mehr so oft anwerfen und die gebühren nicht mehr alle drei monate mal schnell erhöhen kann. und die werkstätten müssen dann die kosten schlucken um den kunden nicht an atu usw. verlieren weil die das (umsonst) machen. oder mal schnell für intensive prüfung, weil das fahrzeug schon 2 monate überzogen hat, gleich noch mal 20 % kassieren. bei der au geht das nicht die werkstatt kann auch keine 20 % aufschlagen weil der überzogen hat. so einfach ist das. wenn mann dann noch sieht was die prüforganisationen nebenher noch alles an handwerksarbeit anbieten ist es nicht verwunderlich das sich das kfz gewerbe zu recht wehrt. und böse buben die gibts auch bei den prüforganisationen zu genüge!!

7
Michael Wabnitz
05.02.2013

Die Meister HU ist aus meinen Augen völliger Quatsch!Warum ein gut funktionierendes, bei allen Beteiligten verstandenes System kippen? Was soll der Quatsch?Eine Prüforganisation muss unabhängig von Service,Fahrzeugverkauf und Kundenzufriedenheitsumfragen beim Händler sein! Wo wird denn der Kunde hin gehen, wenn er bei einem kritischen Fahrzeug TÜV will? --> da wo man es nicht so genau nimmt, das spricht sich sofort rum. Welcher Händler wird seinen Kunden sagen, sorry du bekommst keinen TÜV mehr, wenn du nicht dies und jenes machst, obwohl er im Hinterkopf hat, das der Kunde ihn dabei ev bei der nächsten Herstellerumfrage schlecht bewertet weil er das komplett anders sah, ... oder wenn der Kunde den nächsten Fahrzeugkauf davon abhängig macht, .... oder nur aus Mitleid weil pleite , etc. Bitte mal ernsthaft drüber nachdenken.Das Europäische Ausland sollte sich meiner Meinung uns anpassen.Schöne Grüße M. Wabnitz

8
Hans Schmitt
05.02.2013

So ist es richtig - endlich fallen die Monopole. Sei in der Vergangenheit das Thema " Re-Importe" für die Markenhändler, Briefzustellung oder sonst was. Nun eben die HU. Macht doch nichts - dann haben wir eben Wettbewerb unter den anerkannten Prüforganisationen.. und wenn hier der Preis fällt, wird doch kein "Meister " eines Betriebes das selbst machen und sich ( weil Mangel übersehen ) eine mögliche Schlinge selbst um den Hals legen. Die Gebühr fällt dann auf 25,- zzgl. AU. Das ist ein angemessener Preis für ein paar Minuten rütteln / prüfen / bestätigen.

9
Karl Ludwig Behr
04.02.2013

Endlich kommt Bewegung ins Spiel,ich denke auch dass die Meister HU schon längst überfällig ist, denn es ist bislang für jeden Prüfingenieure klar gewesen, dass die Kfz-Meister eigentlich für die HU-Abnahmen prädestiniert sind. Natürlich vorausge-setzt, dass die Qualifikation entsprechend den Anforderungen angepasst wurde. Der Beweis dafür ist es, dass es bei den TÜV's bisher auch möglich war als Meister die Prüfberechtigung nach §29 zu erlangen. Zudem ist es ja nichts Neues, dass Kfz-Meister in den Werkstätten schon einmal in der Vergangenheit den Nachweis erbracht haben, dass Meisterbetriebe der Kfz-Innungen nach Anerkennung berechtigt waren, die HU nach erfolgtem Kundendienst um 1 Jahr zu verlängern. Das ist zwar schon relativ lange her, es hat sich jedoch schon vor 40 Jahren gezeigt, dass mit der verlängerten HU, gefolgt von der ASU-Abnahmeberechtigung bis hin zur AU und SP Durchführung, die Qualität der Abnahmen oft besser waren bzw. sind wie die der Organisationen. Denn Erfahrungen aus der Praxis in Verbindung mit Typen spezifischen Kenntnissen können nicht so ohne Weiteres mit der Theorie ausgeglichen werden. Weiterhin bin ich der Auffassung, dass es das Recht der Meisterbetriebe ist, Dienstleistungen zu erbringen für die sie schon in der Ausbildung vorbereitet wurden (s. Ausbildungsrahmenplan. Denn auch die Organisationen wie TÜV oder Dekra bewegen sich im Umfeld der Dienst-leisung, die schon oftmals mit handwerklichen Leistungen zu tun haben. Mit freundlichen Grüßen Karl Ludwig Behr

10
Ralf Will
04.02.2013

Wird endlich Zeit dass sich da mal was tut in den monopolen,die Preis-gestaltung ist eh gewürfelt,so wie halt beim Kamingehrer als Vergleich.Mal sehen ob es dann ähnlich abläuft wie bei den schwarzen Glücksbringern.vom Dach -unterm Strich doch kein Wettbewerb- und damit geht das Spieldann so weiter nur die Abkassierer und deren Lobby bleiben.Der Deutsche Auto Dumm Michl schnallt da eh nichts.Für die eingetragenen freien Meisterwerkstätten&Verbraucher wäre dasendlich mal ein Zugewinn,für die Vertragshändler ist der Ansatz mit Vor-sicht zu genießen da die mit Ihren horrenden Stundensätze kostenmäßigkeine Chance habe.Interessant welcher Lobbyismus sich da durchsetzt.

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