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Matthias Wissmann: "Die Einfuhrzölle sollten auf beiden Seiten vollständig und nicht nur teilweise abgebaut werden."
Autoindustrie
Nachteile durch Freihandelsabkommen mit Indien
Die deutsche Autoindustrie befürchtet Nachteile durch ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien. Der Branchenverband VDA sieht in den bisher angepeilten Konditionen eine ungerechtfertigte Begünstigung des Produktionsstandorts Indien.
"Die Einfuhrzölle sollten auf beiden Seiten vollständig und nicht nur teilweise abgebaut werden - wenn auch mit angemessenen Übergangsfristen", sagte Matthias Wissmann, der Präsident des Verbands der deutschen Autoindustrie (VDA), der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag). Denn nur dies entspreche dem Geist eines Freihandelsabkommens. Indien verfüge über die entsprechende Wettbewerbsfähigkeit. Über das Abkommen soll am 10. Februar in Neu Delhi verhandelt werden.
Geht es dagegen nach dem Willen Indiens, dann kann das Land seine Abschottung teilweise aufrecht erhalten: Während auf Autos aus der EU, die nach Indien exportiert werden, ein Zoll von 60 Prozent erhoben wird, können Autohersteller in Indien hergestellte Fahrzeuge mit einem Preisaufschlag von nur 6,5 Prozent nach Europa liefern.
Indien verlangt von der EU, den Zoll auf Autos auf null herabzusetzen. Umgekehrt bieten die Inder lediglich an, ihrerseits den Zoll zu halbieren - auf 30 Prozent. Heute verkauft Europas Autoindustrie nach den Zahlen des Branchenverbands Acea im Jahr nur 5.000 Autos nach Indien, umgekehrt werden aber in Indien jährlich 250.000 Autos nach Europa verschifft. Das sind mehr, als aus Korea importiert werden. (dpa)
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(Foto: Martin Oeser/ ddp)
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