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Schuldentilgung
Nervenkrieg zwischen Karmann und Daimler
Der Insolvenzverwalter des Autozulieferers Karmann verhandelt nach wie vor mit Daimler über ausstehende Zahlungen. "Die Gespräche laufen weiter, da haben wir noch kein Ergebnis", sagte am Mittwoch der Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Ein Daimler-Sprecher bestätigte, dass es Gespräche gibt. "In diesen Gesprächen geht es um eine konstruktive Gesamtlösung." Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) hat Mercedes inzwischen ein Angebot für eine Gesamtlösung auf den Tisch gelegt, das aber dem Insolvenzverwalter zu niedrig ist. Daimler schuldet Karmann Medienberichten zufolge aus laufenden und zurückliegenden Aufträgen eine zweistellige Millionensumme. "Der Eindruck, dass Daimler unbegründet offene Rechnungen nicht begleichen will, ist unzutreffend", sagte der Sprecher des Stuttgarter Konzerns. Zur Höhe der offenen Forderung wollte er sich nicht äußern. Karmann liefert Rohbauteile für den Mercedes SLK und das Dach für das E-Klasse Cabrio. Wegen Liquiditätsproblemen droht dem Osnabrücker Zulieferer zum 1. November das Aus. Eine Rettung könnte in der Übernahme durch den Wolfsburger Volkswagen-Konzern liegen. Über den Kaufpreis soll bereits verhandelt werden. Damit ließe sich auch der Verlust weiterer Arbeitsplätze verhindern, was im Interesse von Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsratsmitglied Christian Wulff (CDU) wäre. Die Kündigung von 700 Mitarbeitern beim Cabriospezialisten ist bereits beschlossene Sache. Damit schrumpft die Zahl der verbleibenden Mitarbeiter auf höchstens 800 Beschäftigte. (dpa)
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(Foto: Karmann)
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