Robuste Neuzulassungszahlen in den neuen EU-Mitgliedsstaaten haben den europäischen Automarkt im Juni über Wasser gehalten. Wie der Herstellerverband ACEA jetzt in Brüssel mitteilte, wurde dort mit knapp 111.000 Autos rund ein Fünftel mehr auf die Straße gebracht als im Vorjahresmonat. In Westeuropa stand dagegen ein leichter Rückgang von 0,6 Prozent zu Buche. Insgesamt lagen die Neuzulassungen in Europa mit 1,544 Mio. Einheiten leicht über dem Juni 2006. Seit Jahresbeginn gingen damit 8,51 Mio. Neuwagen an europäische Kunden (minus 0,2 Prozent). Unter den wichtigsten Märkten schnitten Italien (plus acht Prozent) und Großbritannien (plus 1,5 Prozent) am besten ab. Wie bereits berichtet, schrumpfte der deutsche Pkw-Markt im Juni um sieben Prozent; Frankreich und Spanien verloren 3,2 bzw. 1,8 Prozent. In Osteuropa zählten Rumänien (plus 56,1 Prozent), das Baltikum (plus 33,7 Prozent) und Polen (plus 23 Prozent) zu den großen Gewinnern. Erfreulich verlief der vergangene Monat mehrheitlich für die deutschen Hersteller: Marktführer Volkswagen legte bei stagnierendem Marktanteil leicht um 1,2 Prozent zu. Der Absatz der Premiummarke Audi erhöhte sich um 6,1 Prozent. BMW (ohne Mini) lieferte fünf Prozent mehr Neuwagen an die Kunden aus, Opel kam auf ein Plus von 3,9 Prozent. Lediglich Mercedes-Benz (minus zwei Prozent) und Ford (minus sechs Prozent) büßten beim Absatz ein. Einen Dämpfer musste der japanische Autobauer Toyota hinnehmen: Der Europa-Absatz der Kernmarke sowie von Lexus ging im Juni um 7,3 Prozent zurück. Weiter in der Krise steckte auch der Renault-Konzern (minus 9,1 Prozent). Positiv entwickelten sich indes die Verkäufe von PSA und der Fiat Group mit Steigerungen von 3,6 bzw. 9,9 Prozent. Bei den Autobauern mit weniger als fünf Prozent Marktanteil stachen Honda und Suzuki hervor. Ihre Zuwächse beliefen sich auf 23,5 bzw. 10,5 Prozent. (rp) Weitere Details sind rechts in der Downloadbox abrufbar.
Neue EU-Länder halten Pkw-Markt am Laufen
Neuzulassungen im Juni leicht gestiegen / Audi, BMW und Opel gewinnen hinzu / Renault weiter in der Krise / Mit Download