Freitag, 03.02.2012
01.09.2010
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Insolvenzverfahren

Neue Zukunft für drei MAG-Betriebe

Drei Betriebe der angeschlagenen Autohausgruppe MAG Autowelt heben eine neue Zukunft. Wie Geschäftsführer Rainer Metz am Mittwoch gegenüber AUTOHAUS Online mitteilte, haben die Familien Dahlmann (Dresen-Gruppe) und Metz (Metz-Gruppe) die Häuser in Mettmann, Velbert und Bonn übernommen. Die Standorte waren durch die Pleite der MAG Metz GmbH im Februar in Mitleidenschaft gezogen worden.

Seit 1. September seien die Betriebe in Mettmann und Velbert unter der Firmenbezeichnung Autohaus Huppert GmbH, der Standort Bonn als Autohaus Reuterbrück GmbH wieder am Start. Die Geschäftsführung bei Huppert übernehmen Vanessa Metz-Schubert, bei Reuterbrücke Vanessa Metz-Schubert und Christian Eidam. Bislang wurden in den Häusern die Marken Opel, Chevrolet und Honda vertrieben. Nun werde das Portfolio um Ford erweitert, hieß es. Das Autohaus Huppert verkaufte 2008 nach eigenen Angaben 1.360 Neuwagen und 1.620 Gebrauchtfahrzeuge.

"Dieser Übergang nach ca. sieben Monaten ist ein Beweis dafür, welche guten Möglichkeiten die Insolvenzordnung bietet, ein Unternehmen neu zu strukturieren und wieder sehr wettbewerbsfähig aufzustellen", sagte Metz. Insolvenzverwalter Stefan Meyer habe von Anfang an eine Fortführungslösung angestrebt. "Ein weiterer positiver Effekt bei unserem Neustart ist das Zusammengehen mit der Dresen-Gruppe und der sich daraus ergebenden Vorteile für alle Seiten. All das macht uns sehr zuversichtlich, an alte Erfolge anzuknüpfen."

Bereits im Juli konnte für den in Bünde betriebenen VW-Standort der ehemals zur MAG-Gruppe gehörenden Bünde GmbH eine Fortführungslösung gefunden werden. So übernahm die Gebr. Schwarte Gruppe den Betrieb mit 33 der insgesamt 37 Arbeitnehmern zum 1. August. Auch für die insolvente MAG-Tochter Herlmetz wurde ein neuer Investor gefunden. Bereits zum 1. Juli übernahm die M&S Fahrzeughandel GmbH die Opel-Autohäuser in Dessau, Gräfenhainichen und Zerbst (wir berichteten).

Gespräche mit potenziellen Investoren

Die Autohausgruppe MAG Metz GmbH hatte im Februar Insolvenzantrag gestellt. Für die Tochtergesellschaften Georg von Opel, Corsmann und MAG AHS würden derzeit ebenfalls Fortführungslösungen gesucht. Insolvenzverwalter Meyer sei in Gesprächen mit potenziellen Investoren, so Metz.

Zum Portfolio der MAG Metz mit Hauptsitz in Berlin gehörte neben Opel die gesamte Palette von General Motors. Darüber hinaus wurden an einigen Standorten die Marken Alfa Romeo, Volkswagen und Honda angeboten. Der Jahresumsatz der Unternehmensgruppe lag zuletzt bei rund 400 Millionen Euro und 20.000 Fahrzeugen pro Jahr. (se)

 
 
 

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