Freitag, 25.05.2012
27.01.2010
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Verkauf an Spyker

Neue Zukunft für Saab

Saab bekommt eine zweite Chance. Unter einem neuen Besitzer soll die Traditionsfirma aus ihrem Absatztal herausfinden. Der niederländische Sportwagen-Hersteller Spyker will die Kunden wieder für die Wagen aus Trollhättan begeistern. Für 400 Millionen Dollar in bar und Vorzugsaktien kauft er dem US-Autokonzern General Motors (GM) dessen chronisch defizitäre Tochter ab. "Saab ist eine Kultmarke", sagte Spyker-Chef Victor Muller. "Wir fühlen uns geehrt, sie zu führen." Die am späten Dienstag verkündete Übernahme bedeutete Rettung in letzter Minute. Denn mit dem Besitzerwechsel ist die geplante Schließung von Saab mit seinen 3.400 Mitarbeitern vom Tisch. "Die Vereinbarung mit Spyker Cars hat Saabs Zukunft gesichert", sagte Saab-Chef Jan Ake Jonsson. Mit frischen Modellen wie der Limousine 9-5 will das Unternehmen wieder in die richtige Spur kommen. Die Entscheidung löste auch bei den deutschen Saab-Händlern große Erleichterung aus, auch wenn man die Hoffnung auf eine gute Wendung nie verloren hatte (wir berichteten). "Wir freuen uns sehr darüber, dass der Tagesbetrieb nun wieder auf vollen Touren laufen kann und die Produktion des Saab 9-5 starten kann", sagte Händlerverbandspräsident Frank Jaenicke am Mittwoch gegenüber AUTOHAUS Online. Bis dato lägen den Händlern noch keine Preislisten zum neuesten Modell vor, nun hofft man darauf, bislang auf Eis liegende Kundenaufträge tatsächlich bestätigen zu können. In den kommenden Tagen sollen die Händler in einer Telefonkonferenz über weitere Details zum Verkauf an Spyker informiert werden. Spyker-Chef Muller versprach Saab alle nötige Hilfe. Auch die Mitarbeiter waren erleichtert. "Wir sehen mit dem neuen Besitzer eine Zukunft", sagte Gewerkschafterin Anette Hellgren dem schwedischen Sender SVT. Eine Arbeitsplatz-Garantie gibt es indes keine. Spyker-Aktie im Höhenflug Käufer Spyker stellt Sportwagen für eine exklusive Klientel her. Zu den Besitzern zählen viele reiche Liebhaber. Das Unternehmen ist börsennotiert. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Saab-Verhandlungen sprang die Aktie am Mittwoch um mehr als 50 Prozent auf fast sechs Euro hoch. Zum Jahreswechsel war das Papier gerade mal gut zwei Euro wert gewesen. "Es gibt wohl einige Privatanleger, die diese Geschichte feiern", sagte ein Aktienhändler. Einer breiten Öffentlichkeit ist Spyker mit dem Einstieg in die Formel 1 bekannt geworden. Die Niederländer hatten 2006 das Team Midland um den deutschen Piloten Adrian Sutil übernommen, aber ein Jahr später schon wieder an den indischen Milliardär Vijay Mallya weiterverkauft.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schwedische Regierung gibt Rückendeckung

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

01. Februar 2010 14:25
MelvinUdall meint:
Tja, auch wenn die meisten glauben, daß jetzt und künftig alles gut ausgeht mit diesem wunderbaren "Fiat-Money", das aufgrund seiner unendlichen Vermehrbarkeit (im Gegensatz zum/zur "bösen" Gold/Golddeckung)wohl keine "betriebswirschaftlichen Zwänge" mehr kennt..... ich glaube trotzdem :Die Sache geht aus wie Rover &Co......
Ach ja, die meisten kapieren den Treppenwitz der Subvensionsgeschichte sowieso nicht, die Kohle wird natürlich noch mitgenommen....................


28. Januar 2010 11:30
Thomas Stein meint:
Ich denke Saab hat es verdient weiter zuleben, man hat nur versäumt unter der GM-Aegide, sukzessive die Modellreihen zu erweitern, wie das Ford bei Volvo getan hat, mit einem C30, XC60 und XC90. Mit zwei Modellreihen kann kein Hersteller überleben, der im sechsstelligen Bereich Volumen generieren will. Man kann nur hoffen, das Spyker nun die richtige Strategie hat, -und die notwendigen Investitionen möglich sind.

Good luck!


28. Januar 2010 09:33
jens peter meint:
Saab ist und bleibt so tot wie Elvis, völlig egal, wer zukünftig sein Geld damit verbrennt. Der Markt hat in den vergangenen 20 Jahren deutlich gezeigt, dass nicht genügend (...) Intellektuelle und Sonderlinge vorhanden sind oder nachwachsen, die bereit sind, sich (...) Produkte eines Herstellers in die Garage zu stellen, den niemand noch nie wirklich brauchte. Der Untergang wird also unter weiterer Vernichtung von Unsummen wieder nur aufgeschoben werden.

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