Freitag, 25.05.2012
25.11.2009
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Weitere Gespräche

Neuer Anlauf zur Kittner-Rettung

Die vor der Insolvenz stehende Kittner-Gruppe hat am Mittwoch einen neuen Anlauf unternommen, um das erarbeitete Sanierungskonzept zu verabschieden. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, wurde unter Führung des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Jost de Jager eine weitere Gesprächsrunde mit sämtlichen beteiligten Banken in Kiel angesetzt. Dabei sollte die Restrukturierung der Autohausgruppe abschließend beraten und eine Insolvenz abgewendet werden. Ergebnisse der Verhandlungen wurden zunächst nicht bekannt. Der Sprecher stellte diese für Donnerstag in Aussicht. Der erwartete Insolvenzantrag sei bislang nicht gestellt worden, hieß es. Zeitgleich zu den Manager-Beratungen demonstrierten rund 250 Kittner-Beschäftigte vor dem Kieler Wirtschaftsministerium für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Nach Polizeiangaben verliefen die Proteste friedlich. Zu der Demonstration hatte die IG Metall Küste aufgerufen. "Die Banken dürfen die Beschäftigten nicht hängen lassen. Die Kollegen und Kolleginnen haben genug Opfer gebracht, jetzt sind die Banken und die Gesellschafter am Zug", erklärte Bezirksleiterin Jutta Blankau in Hamburg. Durch Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Lohnerhöhungen hätten die 1.250 Beschäftigten ihren Beitrag zur Sanierung geleistet. Insgesamt seien dies 3,4 Millionen Euro gewesen. Die Kittner-Geschäftsleitung hatte am Freitagabend mitgeteilt, Insolvenz anmelden zu wollen und so das Unternehmen wieder auf eine gesunde Basis zu stellen (wir berichteten). Als möglicher Übernahme-Kandidat von Teilen der Handelsgruppe hat sich die Rendsburger Kath-Gruppe ins Spiel gebracht. Von Schleswig-Holstein bis zum Baltikum Mit 30 Autohäusern in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehört Kittner zu den größten Automobilhandelshäusern in Deutschland. Das Unternehmen vertreibt die Marken VW, Audi, Skoda, Porsche, Opel, Fiat, BMW, Mini, Land Rover, Jaguar, Toyota und betreibt Esso- und Shell-Tankstellen sowie Stationen einer Hertz Miera Autovermietung. Auch in den baltischen Ländern ist man vertreten. (rp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

25. November 2009 16:44
Andre Aslau meint:
@A.R. Beyer
Wie wahr, wie wahr.
Leider ist das immer und überall so - die Politk mischt sich nur dort ein, wo sie sich profilieren kann oder zumindest gewisses Aufsehen durch einen mehr oder weniger ernst gemeinten Rettungsversuch erregt.

Den Mitarbeitern wäre es zu gönnen, dem Unternehmen sowie den Inhabern, Geschäftsführern etc. eigentlich nicht.


25. November 2009 16:40
René Szypa meint:
Sicherlich wünsche ich den MA der Kittner-Gruppe auch, dass es für Sie positiv weitergeht. Ob man das Heil in einem weiteren "großen Ballon" findet sei mal dahin gestellt. Ferner frage ich mich, wer sich an dieses undurchschaubare Geflecht, das dort entstanden ist, heran traut.

@C.R.: ich drücke Euch die Daumen ;)


25. November 2009 15:31
Katja Grieb meint:
Es würde mich freuen, wenn die Kath-Gruppe das Rennen bei der Übernahme machen würde und zwar für die Mitarbeiter der Kittner-Gruppe, als auch für die Kath-Gruppe. Die Zukunftsaussichten mit Kath als neuer Chef im Ring sind sicherlich nicht schlecht. Das Unternehmen hätte eine Vormachtstellung in diesem Raum und bei der Geschäftsführung würde man sicherlich auch wieder ins Geldverdienen kommen. Drücken wir den Mitarbeitern die Daumen, dass sie bald für Kath arbeiten dürfen.

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