Neuer IG Metall-Chef: "Karmann darf nicht sterben"

07.11.2007 08:42 Uhr
Karmann-Krise: Der neue IG Metall-Chef Huber rief die großen Autokonzerne zur Verantwortung.

Berthold Huber appelliert an die Verantwortung der großen Autokonzerne

Angesichts des geplanten Stellenabbaus bei Karmann hat der neue IG Metall-Chef Berthold Huber an die Verantwortung der großen Autokonzerne appelliert. Es müsse alles dafür getan werden, dass Karmann "nicht stirbt", sagte Huber am Mittwoch in Leipzig beim IG-Metall-Kongress. Eine Delegation von Karmann-Beschäftigten informierte die Delegierten des Gewerkschaftstages über die Lage bei dem Traditionsunternehmen. Der Autobauer Karmann hatte angekündigt, mangels Aufträgen 1.770 von 5.000 Stellen an den Standorten Osnabrück und Rheine zu streichen. Der niedersächsische IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine sowie Karmann-Betriebsräte riefen die großen deutschen Autokonzerne dazu auf, Karmann mit neuen Aufträgen zu helfen. Es gebe bei Karmann die Chance für "Nischenprodukte". Die IG Metall wolle verstärkt den Kontakt zum Branchenverband VDA suchen. VDA-Präsident Matthias Wissmann solle die Lage bei Karmann mit den Vorständen der großen Autokonzerne beraten. Am Samstag hatten in Osnabrück mehr als 8.000 Menschen gegen den geplanten Stellenabbau bei Karmann demonstriert. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte, das Unternehmen Karmann sei "kein Sanierungsfall". Der Schlüssel zur Lösung des Problems liege bei den deutschen Automobilherstellern. (dpa)

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