General Motors (GM) streicht weltweit nochmals 10.000 Stellen im Angestellten-Bereich. Der Abbau von knapp 14 Prozent dieser Arbeitsplätze bei der Opel-Mutter ist Teil eines von der US-Regierung im Gegenzug für Milliardenkredite verlangten Sanierungsplans. Weitere Einschnitte seien befristete Gehaltskürzungen, kündigte GM am Dienstag in Detroit an. Rund 3.400 der betroffenen Angestellten seien in den USA beschäftigt. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sagte: "Ich gehe davon aus, dass Opel davon nicht betroffen ist." Franz verwies auf einen geltenden Standortsicherungsvertrag mit Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. In den vergangenen Jahren hatte GM bereits mehrere zehntausend Jobs vor allem bei den Schichtarbeitern in den Werken abgebaut. US-Branchenführer GM und die Nummer Drei Chrysler können derzeit in der schweren Branchenkrise nur mit staatlichen Notkrediten überleben. Bis in einer Woche müssen sie der US-Regierung einen Plan für ihre Überlebensfähigkeit präsentieren und diese bis Ende März auch konkret beweisen. In der neuen Kürzungsrunde bei den Angestellten seien allerdings Auswirkungen auf die schwedische GM-Tochter Saab denkbar, so Franz weiter. In der Entwicklung (Engineering) von Saab wären das nach seinen Angaben 1.200 bis 1.500 Stellen. GM will Saab seit längerem verkaufen. Weniger Gehalt GM verhängt zudem befristete Gehaltskürzungen bei den Angestellten in den USA. Sie sollen bei Führungskräften zehn Prozent betragen, bei allen anderen bis zu sieben Prozent. In anderen Ländern würden solche und andere Einschnitte geprüft. Ein Europa-Sprecher von GM sagte nur, Management und Betriebsrat diskutierten seit einiger Zeit, wie mit Einsparungen auf die Krise reagiert werden könne. Die GM-Aktie lag zum Handelsstart in New York im Plus.
Angestellten-Bereich: Neuer Kahlschlag bei GM
Der US-Autokonzern streicht weltweit nochmals 10.000 Angestellten-Stellen. Opel bleibt laut Betriebsratschef Klaus Franz von der Sparrunde verschont. Unterdessen wird wieder über eine Insolvenz spekuliert.