Dienstag, 07.02.2012
08.01.2009
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Umweltprämie und Steuerprivilegien

Neuer ZDK-Wunschzettel für Angela Merkel

Das derzeit in der Bundesregierung diskutierte zweite Konjunkturpaket muss nach Ansicht des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) stärker als bisher die Produkte und Dienstleistungen der Autohäuser und Werkstätten einbeziehen. "Noch fehlt uns die Mittelstandskomponente in den parteipolitischen und parlamentarischen Initiativen und Plänen", sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher heute vor Journalisten in Bonn. Er forderte daher eine Umweltprämie für den Kauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen der Emissionsklassen Euro 4 bis 6 und eine Einbeziehung von automobilen Serviceleistungen in die Steuerprivilegierung. Die vielfach diskutierte "Umweltprämie" soll nach dem Willen des ZDK nicht als Verschrottungsprämie ausgelegt werden. Eine solche würde nur kurzfristig Erfolge bringen. Vielmehr soll sie Kfz-Halter animieren, "ihr noch werthaltiges Fahrzeug gegen einen modernen, emissionsarmen und verbrauchsgünstigen Neu- oder Gebrauchtwagen einzutauschen". Effektiv sei nur eine Umweltprämie, die den Umstieg auf Fahrzeuge mit günstigerer Schadstoffklasse (mindestens Euro 4) bis zu 3.000 Euro belohne. Rademacher betonte, die Prämie sei nicht nur Impuls für die private Nachfrage, die bis 200.000 zusätzliche Käufe bewirken könne, sondern bringe auch 500 Millionen Euro Mehrwertsteuer zusätzlich in die Staatskasse. Darüber hinaus forderte der ZDK die Politik auf, wie schon bei den Bau- und Ausbau-Handwerksleistungen in privaten Haushalten auch automobile Service-Leistungen in die Steuerprivilegierung aufzunehmen. Damit könnten Kfz-Halter bis zu 1.200 Euro Steuern jährlich sparen und der auf fast zehn Prozent gestiegene Schwarzarbeitsanteil gesenkt werden. ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk will die Forderungen in der morgigen Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt gegenüber der Kanzlerin Angela Merkel und den Ministern Steinbrück und Glos vertreten. Um "Populismus im Bundestagswahlkampf" zu entgehen, sollten die Maßnahmen bis spätestens Mitte 2009 umgesetzt werden, hieß es.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Krise bringt neue Chancen

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

09. Januar 2009 07:49
Kein Professor meint:
Wann kommt endlich mal wieder eine Phase, wo dieses - Entschuldigung - Prämiengequatsche aufhört! Einer will schlauer sein als der Andere! Wenn die Leute ihr altes Auto abgeben sollen, welches die Norm nicht schafft, um ein anderes günstiges mit Prämie zu bekommen, was ökologischer ist - ja was passiert jetzt wohl mit dem Preis für den Gebrauten, den auch als vielleicht dann 4, 5 oder 6 jährigen niemand mehr für den jetzt normalen Preis haben will? Der Händler muss vom Einkauf Geld abziehen, wenn er nachher nicht drauflegen will. Wo bleibt jetzt der Vorteil??? Kann es denn nicht endlich mal jemanden geben, der von oberster Stelle klar sagt und verbindlich entscheidet: "Autoindustrie! Helft Euch selbst! Klarer Fall - Es gibt kein Geld! Nicht heute und nicht morgen! Ende der Diskussion!" Dann endlich werden die Leute auch wieder ein neues Auto kaufen - ganz ohne Steuerzuschüsse. Jetzt wartet doch jeder, der nur ansatzweise die Chance auf ein eventuelles Schnäppchen in naher Zukunft wittert. Und überhaupt: hat schon mal jemand ernsthaft darüber nachgedacht, was wirklich ökologischer ist: 2-3 Jahr länger ein paar Gramm CO2 mehr auszustoßen und sich dann auf "natürlichem" Wege ein neues Auto zu kaufen oder für den Bau eines Neuwagen den Ausstoß von CO2 für die Produktion sowie abnehmende natürliche Bodenschätze in Kauf zu nehmen? Wem wirklich daran gelegen ist, unsere Umwelt ab sofort (!) zu schützen, der sollte Eco-Trainings zur Pflicht machen. Das gibt es heute schon, da muß niemand mehr forschen und dort sind wirklich echte Einsparungen zu erreichen. Dazu fehlt aber wahrscheinlich die Lobby. Weniger Öl verbrauchen hilft ja nicht wirklich der Industrie und dem Staat. Besser ist ein Auto mit 10 Liter Verbrauch und 0 Emission. Dann erst rollt der ökologische Rubel so richtig in die sowieso schon vollen Taschen ...

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