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Umweltprämie und Steuerprivilegien
Neuer ZDK-Wunschzettel für Angela Merkel
Das derzeit in der Bundesregierung diskutierte zweite Konjunkturpaket muss nach Ansicht des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) stärker als bisher die Produkte und Dienstleistungen der Autohäuser und Werkstätten einbeziehen. "Noch fehlt uns die Mittelstandskomponente in den parteipolitischen und parlamentarischen Initiativen und Plänen", sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher heute vor Journalisten in Bonn. Er forderte daher eine Umweltprämie für den Kauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen der Emissionsklassen Euro 4 bis 6 und eine Einbeziehung von automobilen Serviceleistungen in die Steuerprivilegierung. Die vielfach diskutierte "Umweltprämie" soll nach dem Willen des ZDK nicht als Verschrottungsprämie ausgelegt werden. Eine solche würde nur kurzfristig Erfolge bringen. Vielmehr soll sie Kfz-Halter animieren, "ihr noch werthaltiges Fahrzeug gegen einen modernen, emissionsarmen und verbrauchsgünstigen Neu- oder Gebrauchtwagen einzutauschen". Effektiv sei nur eine Umweltprämie, die den Umstieg auf Fahrzeuge mit günstigerer Schadstoffklasse (mindestens Euro 4) bis zu 3.000 Euro belohne. Rademacher betonte, die Prämie sei nicht nur Impuls für die private Nachfrage, die bis 200.000 zusätzliche Käufe bewirken könne, sondern bringe auch 500 Millionen Euro Mehrwertsteuer zusätzlich in die Staatskasse. Darüber hinaus forderte der ZDK die Politik auf, wie schon bei den Bau- und Ausbau-Handwerksleistungen in privaten Haushalten auch automobile Service-Leistungen in die Steuerprivilegierung aufzunehmen. Damit könnten Kfz-Halter bis zu 1.200 Euro Steuern jährlich sparen und der auf fast zehn Prozent gestiegene Schwarzarbeitsanteil gesenkt werden. ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk will die Forderungen in der morgigen Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt gegenüber der Kanzlerin Angela Merkel und den Ministern Steinbrück und Glos vertreten. Um "Populismus im Bundestagswahlkampf" zu entgehen, sollten die Maßnahmen bis spätestens Mitte 2009 umgesetzt werden, hieß es.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Krise bringt neue Chancen
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