Freitag, 25.05.2012
20.07.2010
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Insolvenzverfahren

Neun AML-Standorte gerettet

Neun von insgesamt zwölf Standorten der insolventen AML Group haben eine Zukunft. Wie der Insolvenzverwalter Christian Gerloff am Montag mitteilte, konnten "in den vergangenen Tagen" entsprechende Übernahmevereinbarungen mit Investoren geschlossen werden. Damit werde der operative Geschäftsbetrieb der Münchener Handelsgruppe größtenteils fortgeführt. Rund 80 Prozent der ca. 270 betroffenen Arbeitsplätze seien gerettet worden.

Übernommen worden sind laut Mitteilung die Bavaria-Betriebe in Kempten, Marktoberdorf, Kaufbeuren, Wangen und Lindenberg, der Autohaus Wölfle-Standort in Friedrichshafen sowie  die Standorte Bad Tölz, Iffeldorf und Weilheim der Oberland Automobile-Gruppe. "Die Verhandlungen waren sehr komplex, weil es galt, in einem Dutzend Verfahren die Interessen der Erwerber, der Eigentümer der Immobilien der Autohäuser und von BMW als Vertragspartner in Einklang zu bringen", erklärte Gerloff.

Für die nordrhein-westfälischen Standorte Dinslaken und Wesel sowie Farchant in Bayern ordnete der Insolvenzverwalter die Schließung an. Zwischen Interessenten und Eigentümern bzw. Nutzern der entsprechenden Immobilien sei keine Einigung erzielt worden, hieß es. An den Standorten Wesel und Farchant befinde sich der Insolvenzverwalter jedoch weiterhin in Verhandlungen mit Interessenten. In Dinslaken habe ein Kaufinteressent zugesagt, den "weit überwiegenden Teil der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Angebot zur Beschäftigung in seinen Betrieben zu unterbreiten".

Im Frühjahr war die Autohandelsgruppe AML in die finanzielle Schieflage geraten. Die Muttergesellschaft Palladius AG sowie die zugehörigen BMW-Autohäuser Bavaria, Böhm + Kelleners, Oberland Automobile und Wölfle mussten daraufhin im April den Gang zum Insolvenzgericht antreten (wir berichteten). Am 1. Juli 2010 wurden über die Holding und die einzelnen Autohausgesellschaften die Insolvenzverfahren eröffnet. (se)

 
 
 
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