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Neuzulassungen im Autohaus: Politischer Druck nimmt zu
Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger hat sich dafür ausgesprochen, dass Autobesitzer ihre Wagen künftig per Internet oder bei Autohäusern zulassen können. Das gegenwärtige Zulassungssystem sei zu bürokratisch und zu zeitaufwendig, sagt Homburger der "Berliner Zeitung" (Donnerstagsausgabe). "Es sollte möglich sein, dass bei Autohäusern Fahrzeuge zugelassen werden", sagte sie. Zulassungen per Internet sollten ebenfalls ermöglicht werden. "In anderen Ländern funktioniert das auch", sagte Homburger. Nach einer Studie der Universität Potsdam könnten in den Niederlanden seit 1996 Autos beim Postamt angemeldet werden, sagte Homburger. In Schweden geschehe dies bei Behörden, bei Autohändlern und bei Versicherungen. Die Bundesregierung habe sich in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion ablehnend geäußert. Die Zulassung von Fahrzeugen sei zur Sicherung der Verkehrssicherheit eine hoheitliche Aufgabe, heiße es darin. Nach Ansicht des Verkehrsministeriums würde die Zulassung bei Autohäusern nur teurer, da sich diese technisch ausrüsten müssten, etwa um an das Zulassungsregister zu kommen.
"Die Argumente sind vorgeschoben", kommentierte der Bayerische Kfz-Landesverbandspräsident Klaus Dieter Breitschwert gegenüber AUTOHAUS Online die Position der Bundesregierung. "TÜV und AU sind ebenfalls hoheitliche Aufgaben, und die werden im Autohaus hervorragend abgewickelt." An eine Verteuerung glaubt Breitschwert nicht. Vielmehr würde auch beim Zulassungsverfahren Wettbewerb entstehen, was letztlich mehr Service und niedrigere Preise nach sich ziehe. "Wir wollen die Zulassungsstellen nicht abschaffen, aber wir wollen mehr Flexibilität und mehr Kundenfreundlichkeit", sagte er. (pg/dpa)
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