Ford-Finanzchef Lewis Booth hat NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) bei seinem Besuch in Detroit am Mittwoch für die deutsche Abwrackprämie gedankt. In den wichtigsten deutschen Ford-Standort Köln und in das Entwicklungszentrum in Aachen werde trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage unverändert investiert, versicherte Booth laut Teilnehmerkreisen dem NRW-Regierungschef. Die Abwrackprämie hatte den Verkauf des Modells "Fiesta" so stark angekurbelt, dass der Hersteller für März bis Juni geplante Kurzarbeit wieder zurücknahm. ________________________ Die IG Metall hat die Regierung aufgefordert, die finanzielle Deckelung der Abwrackprämie aufzugeben und sie bis Ende dieses Jahres jedem Antragsteller zu gewähren. "Es gibt eine Unstimmigkeit bei der Prämie – entweder gilt die Grenze von 1,5 Milliarden Euro, oder es gilt das Daum 31. Dezember 2009. Da muss man sich entscheiden, und ich befürworte die zeitliche Begrenzung", sagte der erste Vorsitzende der Metallgewerkschaft, Berthold Huber, der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag). Bisher hat die Bundesregierung dies aber abgelehnt. ________________________ Mitten in der Existenzkrise verzeichnet das Opel-Werk Eisenach einen Nachfrage-Boom dank der Verschrottungsprämie. "Die Werksleitung hat fünf Sonderschichten beantragt», sagte Betriebsratschef Harald Lieske am Donnerstag. An fünf Samstagen im März und April sollen zusätzlich Corsas montiert werden. Lieske: "Wir wurden alle davon überrascht, wie schnell die Nachfrage in die Höhe geschnellt ist." Viele Händler berichteten außerdem von einer Welle der Sympathie für das "gesunde deutsche Unternehmen Opel, das schuldlos in die Gefahr der Pleite läuft". (dpa)
Kurz gemeldet: Newsticker zur Umweltprämie
Ford-Finanzchef Booth bedankt sich bei NRW-Ministerpräsident Rüttgers für staatliche Subvention / IG Metall-Chef Huber fordert mehr Geld für Fördertopf / Sonderschichten bei Opel in Eisenach