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Gefragter Mann: Niederlassungsleiter Michael Rahe am Donnerstag in München.
BMW-Retail
Niederlassung München knackt Umsatz-Milliarde
Die BMW Niederlassung München hat das beste Jahr seiner Geschichte hinter sich. Der größte deutsche Handelsbetrieb des weiß-blauen Konzerns habe 2011 erstmals über eine Milliarde Umsatz erwirtschaftet, sagte Niederlassungsleiter Michael Rahe am Donnerstag in München. "Das schaffen nicht viele Autohäuser." Zum Ergebnis schwieg sich Rahe wie gewohnt aus. Das Unternehmen habe aber "sehr profitabel" gearbeitet. Ende 2011 beschäftigte die Niederlassung an ihren zehn Standorten 1.512 Mitarbeiter und Auszubildende.
"Jeder 110. BMW kommt mittlerweile aus München", betonte Rahe. Im vergangenen Jahr lieferte der Retail-Betrieb insgesamt 14.288 neue BMW und Mini aus. Das waren drei Fahrzeuge mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. Getragen wurde das Mini-Wachstum von der gleichnamigen Marke: 1.781 Kleinwagen wurden an Kunden übergeben (plus 16,5 Prozent). Der BMW-Absatz ging dagegen um zwei Prozent auf 12.507 Einheiten zurück. Rahe begründete dies mit dem nahenden Modellwechsel bei der volumenstarken 3er-Reihe.
Positiv entwickelte sich das Großkundengeschäft mit einem Wachstum um ein Fünftel auf 5.767 verkaufte Fahrzeuge. Impulsgeber war hier der 5er. "Die Großkunden haben im vergangenen Jahr wie erwartet das rückläufige private Geschäft mit 8.521 Einheiten aufgefangen", erklärte Rahe. Die Niederlassung habe deshalb bewusst auf "wilde Aktionen" im Privatkundenbereich verzichtet.
Einen Bestwert vermeldete Rahe auch aus dem Gebrauchtwagenzentrum in Fröttmaning. Dort wurden 13.868 Fahrzeuge verkauft – ein Zuwachs um 19,6 Prozent. Mit einer durchschnittlichen Standzeit von 60 Tagen habe das Zentrum einen hervorragenden Wert erzielt, die Erträge seien "zufriedenstellend" gewesen, sagte er.
After Sales-Geschäft wächst kräftig
Als wichtige Stütze erwies sich einmal mehr das After Sales-Geschäft. Der Umsatz lag bei 176,2 Millionen Euro (plus 9,4 Prozent). Davon entfielen 67,9 Millionen Euro auf den Service und 108,3 Millionen Euro auf den Teilevertrieb. Laut Rahe verzeichnete die Niederlassung im vergangenen Jahr 240.000 Werkstattdurchläufe und 70.000 Winterreifen-Wechsel – "drei Mal so viele wie in Schweden". Das angeschlossene Motorrad-Zentrum verbesserte den Absatz um 55,7 Prozent auf 679 neue Motorräder der Marken BMW und Husqvarna. Inklusive gebrauchter Bikes wurden 1.257 Zweiräder verkauft (plus 24,1 Prozent).
Auf das Jahr 2012 blickt Rahe optimistisch: "Wir wollen in München klar die Nummer eins im Premiumsegment bleiben." Der Markt in der Landeshauptstadt sei stabil. Ziel sei es deshalb, Umsatz und Absatz weiter zu steigern. Im Großkundenbereich erwartet der Autohaus-Manager zwar eine Delle, das Detailgeschäft dürfte aber dank 1er und 3er wieder anziehen. Zudem sollen Produktneuheiten wie das 6er Gran Coupé, der M5 und der Mini Roadster die Verkäufe anschieben. (rp)
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