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Sorgt für einen Öko-Hype in den USA: der Nissan Leaf
Elektroauto-Hype
Nissan Leaf auf den Spuren des Prius
Von Stefan Grundhoff/mid
Man hätte meinen können, dass der Chevrolet Volt nach unzähligen Messeauftritten und den mittlerweile zweijährigen Werbekampagnen in den USA der neue Öko-Messias wird. Doch wie aus dem Nichts wurde der Volt vom Kompaktklassemodell Nissan Leaf (englisch für "Blatt") überholt. Das asiatische Elektromobil soll Ende 2011 zu Preisen von rund 30.000 Euro nach Deutschland kommen.
In einigen Staaten der USA ist der strombetriebene Leaf bereits Ende dieses Jahres zu bekommen, bestellen können ihn die Amerikaner bereits jetzt. "Die ersten 20 Kunden haben sich bei uns schon auf die Warteliste setzen lassen", erklärt Jose Sanchez, Chefverkäufer bei Nissan Bueno Park in Anaheim nahe Los Angeles, "da der Leaf für die Kunden nur ein Ergänzungsauto ist, ist die Wartezeit kein Problem."
Nach dem über 100.000 Dollar teuren Elektrosportler Tesla Roadster und den zahlreichen Hybridmodellen, die in den USA mittlerweile auf dem Markt sind, könnte der Nissan zu einem neuen Toyota Prius werden. Wer sich für einen Leaf vormerken möchte, muss sich online anmelden und vorab 99 Dollar bezahlen. Schon steht der eigene Name auf der Warteliste.
Bereits nach ein paar Tagen hatten sich Amerika-weit mehr als 6.500 Kunden angemeldet. Das sind zehn Prozent der geplanten Produktionskapazitäten für 2011. "Wir hatten bereits in den ersten drei Stunden die ersten 2.700 Reservierungen", berichtet stolz Dave Mingle, bei Nissan zuständig für das Kunden-Management, "das ist deutlich mehr als wir kalkuliert hatten." Wer Steuererleichterungen der Obama-Regierung in Höhe von 7.500 Dollar sowie in Kalifornien zusätzlich eine Elektroprämie von 5.000 Dollar in Anspruch nimmt, reduziert den US-Kaufpreis für einen Nissan Leaf auf kaum mehr als 20.000 Dollar. Damit ist der Nissan Leaf günstiger als der Toyota Prius (26.000 Dollar) oder Honda Civic (22.000 Dollar).
Konzernlenker strotzt vor Optimismus
Zusammen mit dem Nissan Leaf bekommt der Kunde in der heimischen Garage vom Kooperationspartner "AeroVironment" eine Ladestation installiert, mit der das Fahrzeug auf 220-Volt-Basis aufgeladen werden kann. Die Kosten hierfür liegen bei weiteren 2.200 Dollar. Bis zu 2.000 Dollar werden dabei über vergünstigte Kredite der öffentlichen Hand abgedeckt. Unter dem Strich soll eine Leaf-Tankfüllung dann gerade einmal drei Dollar kosten. "Ich rechne bis zum Jahr 2020 fest mit einem Elektroauto-Anteil von zehn Prozent", blickt Nissan-Chef Carlos Ghosn in die Zukunft, "um das Ganze anzuschieben, haben wir vier Milliarden Euro in die Hand genommen und produzieren unsere Akkus zukünftig selbst."
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: 160 Kilometer Reichweite für die Stadtfahrt
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