Mittwoch, 08.02.2012
05.08.2009
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Elektrofahrzeug

Nissan Leaf startet Ende 2010

Nissan bringt sein Elektroauto "Leaf" Ende 2010 in Japan, den Vereinigten Staaten und Europa auf den Markt. Wie das Unternehmen mitteilte, benötigt der Kompaktwagen keinen zusätzlichen Verbrennungsmotor. Sein Lithium-Ionen-Batteriepaket soll in Verbindung mit der Rekuperation laut Hersteller eine Reichweite von mehr als 160 Kilometern ermöglichen. Der Leaf emittiert als reines Elektrofahrzeug kein CO2 oder anderes klimaschädliches Abgas. Das neue Schrägheckauto sei kein von einer schon bestehenden Modellreihe abgeleitetes Fahrzeug, sondern sei speziell auf die Anforderungen an ein batteriebetriebenes Automobil hin konstruiert worden, so Nissan. Details zur Preisgestaltung will der japanische Autobauer erst kurz vor Marktstart gegen Ende 2010 bekannt geben, der Leaf soll aber zu einem für die Kompaktklassen üblichen Preis auf den Markt kommen. Im Unterhalt soll das reine Elektrofahrzeug mit geringeren Wartungskosten glänzen, weil es mechanisch weniger komplex aufgebaut sei als ein traditionelles Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, so der Hersteller. Der Nissan Leaf erhält seine Energie von laminierten, kompakten Lithium-Ionen-Batterien, die eine Leistung von mehr als 90 kW generieren. Der Elektromotor selbst leistet 80 kW und entwickelt vom Start weg ein Drehmoment von 280 Newtonmetern. Damit reagiere das Elektrofahrzeug auf Gasbefehle wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und bietet auch genau so viel Fahrspaß, verspricht Nissan. Die vollständige Ladung über eine konventionelle 220 Volt-Steckdose dauere etwa acht Stunden. In einer Schnellladung sollen jedoch bis zu 80 Prozent der Kapazität in weniger als 30 Minuten nachgeladen werden können.. Charakteristisches Design Das Frontstyling des Nissan Leaf wird durch sein aufrechtes, V-förmiges Design und die großen LED-Scheinwerfer charakterisiert. Diese benötigen laut Hersteller nur zehn Prozent der Energie konventioneller Scheinwerfer. Das Fahrzeug verfügt über ein IT-System, das den Fahrer zur Information und Unterhaltung mit einem globalen Datencenter verbindet. Auf dem im Armaturenbrett eingebauten Display lässt sich nicht nur der Batteriezustand ablesen, es zeigt auch in der Nähe befindliche Ladestationen an. Via Fernbedienung kann die Aufladung der Batterien vorprogrammiert werden. Das Null-Emissions-Programm unter dem Banner der Allianz Renault-Nissan umfasst laut Mitteilung insgesamt fast 30 Partnerschaften mit nationalen Regierungen, wie denen in Großbritannien und Portugal, lokalen Behörden, etwa in Japan und den USA, sowie mit anderen Autoritäten und Unternehmen. Das erste Nissan Elektrofahrzeug wird im japanischen Werk Oppama hergestellt. Zusätzliche Kapazität soll in Smyrna, Tennessee/USA, bereitgestellt werden. Die Lithium-Ionen-Batterien werden in Zama/Japan produziert, zusätzliche Kapazität soll in den USA, in Großbritannien und in Portugal geschaffen werden. Weitere Standorte in der ganzen Welt würden zurzeit eruiert. (se)

 
 

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