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Noch viele Hausaufgaben bei Elektroautos
Die deutsche Autoindustrie sieht keinen schnellen Durchbruch für das Elektroauto. Das wurde am Mittwoch auf der IAA in Frankfurt bei einer Veranstaltung mit den Entwicklungschefs der deutschen Hersteller deutlich. Bei den deutschen Verbrauchern überwiegt die Skepsis: Einer Umfrage zufolge glauben sie vorerst nicht an einen Verkaufserfolg der Stromer. Das Bundesumweltministerium präzessierte unterdessen in Berlin seine Förderpläne für die Kommerzialisierung der E-Mobilität, die zu den Schwerpunkten der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung zählt. VW-Vorstandsmitglied Ulrich Hackenberg sagte, der Verbrennungsmotor werde in den nächsten 15 bis 20 Jahren noch eine dominante Rolle spielen. Reine Elektroautos erreichten laut VW-Prognose im Jahr 2020 nur einen Marktanteil von lediglich 1,5 Prozent. Es gebe noch viele Probleme. Dazu gehörten die Batterietechnologie, die Reichweite, der Preis und die Infrastruktur zum Aufladen der Batterien. Eine stärkere Zusammenarbeit der Hersteller bei der Batterietechnologie soll es aber vorerst nicht geben. Hackenberg sagte, die Batterie sei ein "Wettbewerbsfaktor". VW will sein erstes Elektrofahrzeug 2013 auf den Markt bringen, setzt aber auch auf eine weitere Effizienzsteigerung beim Diesel. Auch der Chef der Automobilsparte beim Zulieferer Bosch, Bernd Bohr, warnte vor übertriebener Euphorie: "Es wird noch zehn Jahre dauern, bis ein Elektrofahrzeug im Markt ist, das sich wirklich selber finanziert und bezahlbar ist." Die Kosten der Batterie müssten noch auf ein Drittel reduzierten werden. Derzeit koste eine Batterie für rund 200 Kilometer Reichweite 8.000 bis 12.000 Euro. "Wir sind hellwach" Daimler-Vorstand Thomas Weber widersprach aber der von Umweltverbänden geäußerten Kritik, die deutsche Automobilindustrie habe das Thema Elektroautos und Umweltfreundlichkeit von Autos verschlafen. "Wir sind hellwach und haben riesige Fortschritte gemacht." Die Hersteller seien "dramatisch" dabei vorangekommen, die Autos sauberer und sparsamer zu machen. Bei großen Fahrzeugen sei Hybrid die Schlüsseltechnologie, bei kleinen Autos Elektro.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Umweltministerium konkretisiert Förderpläne
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