Absatz: Nutzfahrzeugmarkt bricht im Januar ein

08.02.2009 00:20 Uhr
VDA: Die Finanzkrise hat den zyklischen Abschwung im Nfz-Geschäft "dramatisch" verschärft.
© Foto: ddp / Nigel Treblin

Nach VDA-Angaben sank die Zahl der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 29 Prozent auf 18.770 Fahrzeuge. Die Finanzkrise habe den zyklischen Abschwung "dramatisch" verschärft.

Die Nachfrage nach Lastwagen und Bussen aus Deutschland ist im Januar weiter eingebrochen. Die Zahl der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 29 Prozent auf 18.770 Fahrzeuge, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Dezember 2008 hatte das Minus bei den Neuzulassungen auf dem deutschen Markt sieben Prozent betragen. "Die deutsche Nutzfahrzeugindustrie befindet sich in einem zyklischen Abschwung, der durch die Finanzkrise dramatisch verstärkt wird", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Auch der Export ging im Januar deutlich zurück: Mit 11.760 Einheiten wurden 56 Prozent weniger ausgeführt als im Januar 2008 und damit so wenige wie zuletzt 1995. Der Rückgang bei den Neuzulassungen im Inland traf Transporter bis zu sechs Tonnen am Schwersten. Mit 12.300 Fahrzeugen wurden 31 Prozent weniger verkauft als im Vorjahresmonat. Die schwere Klasse verlor 26 Prozent auf 6.000 Einheiten, Busse 19 Prozent auf 425 Stück. Noch dramatischer war der Rückgang bei den Auftragseingängen inländischer Kunden: Für schwere Fahrzeuge gingen 72 Prozent weniger Aufträge ein als im Januar 2008, in der Transporterklasse waren es 31 Prozent weniger. Ein Ende der Talfahrt sei nicht in Sicht: "Nach dem sehr schwachen zweiten Halbjahr 2008 ist auch aktuell keine Entspannung bei den Ordereingängen zu verspüren", berichtete der VDA. Angesichts der Absatzkrise haben die deutschen Hersteller nach den Verbandsangaben ihre Fertigung deutlich zurückgefahren. Insgesamt produzierten sie im Januar 20.330 Nutzfahrzeuge und damit 47 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die heimischen Anhänger- und Aufbautenhersteller hätten ihre Produktion in den vergangenen Monaten teilweise um mehr als 70 Prozent reduziert, im Januar vereinzelt sogar um 90 Prozent. (dpa)

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