Samstag, 26.05.2012
30.03.2009
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Galgenfrist

Obama stellt GM und Chrysler neues Ultimatum

US-Präsident Barack Obama hat den ums Überleben kämpfenden Autobauern General Motors (GM) und Chrysler neue Galgenfristen zur Überarbeitung ihrer Sanierungskonzepte gesetzt. Erst dann werde die Regierung über mögliche weitere Milliardenhilfen entscheiden, sagte Obama am Montag in Washington. Bis dahin sei der US-Staat lediglich zu einem Überbrückungskredit bereit. Der Opel-Mutter GM stellte Obama ein Ultimatum von 60 Tagen, um ein tragfähiges Rettungskonzept vorzulegen. Die bisherigen Pläne seien nicht überzeugend genug, "um zusätzliche Investitionen aus Steuergeldern zu rechtfertigen". Bis Ende Mai gibt es lediglich staatliche Überbrückungs-Kredite. Als ersten Schritt für einen Neuanfang zwang die Regierung GM-Chef Rick Wagoner zum sofortigen Rücktritt. Sein Nachfolger ist Konzernvize Fritz Henderson (50), der bereits als ehemaliger Europa-Chef drastische Sparmaßnahmen durchgesetzt hatte. Zwar sieht Obama echte Chancen für ein Überleben von GM. "Ich bin überzeugt, dass GM wiederaufsteigen kann, vorausgesetzt, dass GM eine grundsätzliche Umstrukturierung durchmacht", sagte Obama am Montag in Washington. Die bisher vorgelegten GM-Sanierungspläne seien aber nicht ausreichend. Zugleich warnte er aber: Falls nicht bis Ende Mai ein tragfähiges Konzept vorlegt, bleibt nur noch der Weg in die Insolvenz. Henderson kündigte an, der Konzern werde "rund um die Uhr" an der Erfüllung der Forderungen der Regierung für weitere Milliardenhilfen arbeiten. Für den taumelnden Autohersteller Chrysler sieht Obama dagegen keine Chance, alleine zu überleben. Die frühere Daimler-Tochter erhält nur 30 Tage Zeit, um einen Plan vorzulegen, um die angestrebte Partnerschaft mit dem italienischen Autobauer Fiat unter Dach und Fach zu bringen. Die Italiener sollen Chrysler mit dringend benötigten kleinen Modellen und spritsparenden Motoren versorgen (wir berichteten). Dann sei Washington bereit, bis zu sechs Milliarden Dollar für eine Sanierung zu zahlen.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Verfehlte Führung" schuld an Misere – Geordnete Insolvenz weiter auf dem Tisch

 
 
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