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Opel-Betriebsrat bewertet Treffen positiv
Die Arbeitnehmervertreter von Opel haben das ergebnislose Spitzentreffen in der vergangenen Nacht grundsätzlich positiv bewertet. Mit dem Mutterkonzern General Motors (GM) gehen sie aber hart ins Gericht. Der Betriebsratschef des Bochumer Werks, Rainer Einenkel, sagte am Donnerstag: "Es ist wichtig, dass die Politiker bereit sind zu helfen". Wichtig sei auch, dass der mögliche Investor Magna sein Konzept nachgebessert habe, was den zunächst geplanten Stellenabbau in Deutschland und vor allem in Bochum betreffe. "Das ist die Mindestvoraussetzung gewesen, dass keine betriebsbedingten Kündigungen kommen." Nun müsse man hoffen, dass sich das im Laufe der weiteren Verhandlungen bestätige. Schwere Vorwürfe erhob der europäische Betriebsrat gegen den US-Mutterkonzern GM, der bei den Verhandlungen im Kanzleramt unerwartet neue Forderungen von 300 Millionen Euro gestellt hatte: "General Motors muss wissen, dass Europa kein Casino für Glücksspieler ist. Nach den positiven Nachrichten von gestern ist diese Entwicklung ein herber Rückschlag für uns alle und löst große Betroffenheit aus", heißt es in einer Mitteilung des Betriebsrates vom Donnerstag in Rüsselsheim. Die Bundesregierung habe sich zu Recht nicht erpressen lassen. Das Opel-Aufsichtsratsmitglied Armin Schild rief zur Gelassenheit auf. "Ich denke allerdings, wir sollten das jetzt nicht dramatisieren", sagte der Frankfurter IG-Metall-Vorsitzende am Donnerstag dem Rundfunksender SWR2. Die Zuspitzung bei den Verhandlungen zur Zukunft von Opel in der Nacht zum Donnerstag sei eine politische Entscheidung aus Berlin gewesen. "Wir befinden uns jetzt, wenn Sie so wollen, in der Nachspielzeit. Aber in der Nachspielzeit sind ja auch schon Spiele gewonnen worden", sagte Schild dem Sender. Investorensuche auf Zielgeraden Einenkel besuchte nach eigenen Angaben noch in der vergangenen Nacht das Bochumer Werk besucht. "Die Kollegen möchten schnell eine Lösung haben." Speziell im Bochumer Werk gebe es bereits seit Jahren eine "riesengroße Hängepartie". Immer wieder sei die Rede von massenhaftem Stellenabbau bis hin zur möglichen Werksschließung gewesen. Die Menschen stünden unter großem Druck. Laut Schild ist man mit den nachgebesserten Angeboten von Fiat und Magna sei man auf der Zielgeraden der Investorensuche angekommen. "Wir haben im Prinzip die Möglichkeit eines neuen, in Deutschland sitzenden, europäischen Automobilkonzerns in der Hand." Jetzt müsse man nur noch mit General Motors und der US-Regierung "diese letzten Meter zurücklegen". "Ich halte das für möglich", sagte Schild. Der europäische Opel-Betriebsrat rund um den Vorsitzenden Klaus Franz werde den Donnerstag nutzen, "um alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit wir den eingeschlagenen Weg unserer Zukunftssicherung weiter gehen können". (dpa)
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(Foto: ddp /Volker Hartmann/Archiv/AHO-Montage)
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