Samstag, 26.05.2012
22.12.2008
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Milliardenhilfe

Opel-Betriebsrat fordert mehr Staatsgeld

Nach den Milliarden-Notkrediten der US-Regierung für die Autobauer verlangt der Opel-Betriebsrat auch von der deutschen Regierung Rettungsmaßnahmen. US-Präsident George W. Bush hatte die von der Pleite bedrohten Autobauer General Motors und Chrysler am Freitag mit Milliarden-Notkrediten ins neue Jahr hinübergerettet, in dem dann sein Nachfolger Barack Obama mit den Problemen zu kämpfen hat. Bush sagte in einer Rundfunkansprache am Samstag, jetzt seien die Konzerne in der Pflicht, sich neu aufzustellen. Sonst müssten sie Insolvenz anmelden. Kanada kündigte milliardenschwere Hilfen für die kanadischen Töchter beider Autokonzerne an. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz verlangte rasch weitere Hilfe, auch vom deutschen Staat: "Die 17,4 Milliarden sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie helfen nicht wirklich weiter", sagte Franz der Fachzeitschrift "auto motor und sport". Opel werde sich weiter um eine Bürgschaft beim deutschen Staat bemühen. "Unabhängig von der Situation in den USA braucht Opel weiterhin eine Bürgschaft. Schließlich haben wir kein eigenes Kreditrating und können ohne Bürgschaft nicht am Kapitalmarkt tätig werden", sagte Franz. Franz: Opel muss investieren Opel müsse investieren, um auf die aktuelle Absatzkrise mit neuen, attraktiven Fahrzeugen antworten zu können, sagte Franz, der auch im Aufsichtsrat von Opel sitzt. In den USA sei nun entscheidend, was die neue Regierung unter Barack Obama unternehme, um den großen drei US-Autohersteller zu helfen. "Es werden aber sicherlich weitere Staatshilfen notwendig sein", sagte Franz. Bush stellte trotz Bedenken im eigenen republikanischen Lager Soforthilfen im Gesamtumfang von 13,4 Milliarden Dollar (knapp 10 Milliarden Euro) bereit. Weitere 4,0 Milliarden Dollar sollen im Februar ausgezahlt werden. Die Kredite sind an strenge Bedingungen geknüpft. Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford lehnte das Hilfsangebot ab, weil er auf eigene Faust weitermachen könne.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kanadische Regierung kündigt umfangreiche Hilfen an

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

23. Dezember 2008 13:22
Ronny Schultz meint:
Ich bin Mitarbeiter eines Opel-Händlers.In der Tat wundert mich die Aussage vom Betriebsratsvorsitzenden Franz.Leider wurde Opel zu lange fremdbestimmt.Wir durften nicht die Auto´s bauen,die wir wollten.Der Händler hat zur Zeit das Nachsehen.Der Marktanteil liegt bei 9%, vor 10 Jahren waren es 18%.Die Rendite werden immer schmaler.Ich bin auch der Meinung,das in der Not Einkommenseinbußen bei den Opelanern nicht auszuschließen sind. Fragen sie mal den Handel...


23. Dezember 2008 09:17
Ulf Waldstädt meint:
ich möchte mal die meinung der Herren hören die eine Bürgschaft für Opel ablehnen wenn ihre eigenen Arbeitsplätze in Gefahr wären. Deutsches Schmarotzertum gepaart mit unglaublicher Arroganz ich finde das sagenhaft.!!! Opel kann nichts für diese Krise !!!!!
gebt den Leuten enmdlich die Chance die sie brauchen. Letztendlich war es ja auch unsere Deutsche Regierung die in Zeiten sehr sehr hoher Energiepreise nichts für eine ankurblung der Fahrzeugindustrie getan hat. Die Quittung bekommen wir letztendlich alle. Oder glaubt jemand Ernsthaft das wir in zehn Jahren alle mit Elektroautos umherfahren??
Wieso stellt dann die Bundesregierung Ihren Fuhrpark nicht auf Flüssiggas um?? Statt Flieger könnte es doch wieder Regierungszüge bei der Deutschen Bahn geben!!!! Lassen wir uns doch alle nicht für dumm verkaufen!!!!


23. Dezember 2008 08:56
Staatsbürger meint:
Gesundes Unternehmen?! seit 2006 mehr als eine Milliarde Verlust! Der bestand des Unternehmens ist seit 2005 von Bürgschaftserklärungen durch GM abhängig! Das besonderes auffallende = rund 20.000 Beschäftigte erhalten 1,6 Mrd€ somit kostet jeder Opelaner statistisch 80.000€ Brutto! Jetzt soll der Staat, also wir in die bresche springen! Ist das wirklich vermittelbar? Zahlen lügen nicht! Die Adam Opel Bilanz ist öffentlich einsehbar!
Übrigens mit einer Halbierung der Gehälter könnte eine Bürgschaft durch die eigenen Mitarbeiter erbracht werden! Auch mal eine schöne Idee! Oder Herr Franz?

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