Nach den Milliarden-Notkrediten der US-Regierung für die Autobauer verlangt der Opel-Betriebsrat auch von der deutschen Regierung Rettungsmaßnahmen. US-Präsident George W. Bush hatte die von der Pleite bedrohten Autobauer General Motors und Chrysler am Freitag mit Milliarden-Notkrediten ins neue Jahr hinübergerettet, in dem dann sein Nachfolger Barack Obama mit den Problemen zu kämpfen hat. Bush sagte in einer Rundfunkansprache am Samstag, jetzt seien die Konzerne in der Pflicht, sich neu aufzustellen. Sonst müssten sie Insolvenz anmelden. Kanada kündigte milliardenschwere Hilfen für die kanadischen Töchter beider Autokonzerne an. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz verlangte rasch weitere Hilfe, auch vom deutschen Staat: "Die 17,4 Milliarden sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie helfen nicht wirklich weiter", sagte Franz der Fachzeitschrift "auto motor und sport". Opel werde sich weiter um eine Bürgschaft beim deutschen Staat bemühen. "Unabhängig von der Situation in den USA braucht Opel weiterhin eine Bürgschaft. Schließlich haben wir kein eigenes Kreditrating und können ohne Bürgschaft nicht am Kapitalmarkt tätig werden", sagte Franz. Franz: Opel muss investieren Opel müsse investieren, um auf die aktuelle Absatzkrise mit neuen, attraktiven Fahrzeugen antworten zu können, sagte Franz, der auch im Aufsichtsrat von Opel sitzt. In den USA sei nun entscheidend, was die neue Regierung unter Barack Obama unternehme, um den großen drei US-Autohersteller zu helfen. "Es werden aber sicherlich weitere Staatshilfen notwendig sein", sagte Franz. Bush stellte trotz Bedenken im eigenen republikanischen Lager Soforthilfen im Gesamtumfang von 13,4 Milliarden Dollar (knapp 10 Milliarden Euro) bereit. Weitere 4,0 Milliarden Dollar sollen im Februar ausgezahlt werden. Die Kredite sind an strenge Bedingungen geknüpft. Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford lehnte das Hilfsangebot ab, weil er auf eigene Faust weitermachen könne.
Milliardenhilfe: Opel-Betriebsrat fordert mehr Staatsgeld
Nach den Milliardenhilfen durch die US-Regierung verlangt Klaus Franz auch von der deutschen Regierung weitere Rettungsmaßnahmen. Indes kündigte Kanada finanzielle Unterstützung für die heimische Autoindustrie an.
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