Samstag, 26.05.2012
23.02.2010
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Stellenabbau ja, Schließung nein

Opel-Betriebsrat kämpft für Antwerpen

Gewerkschaften und Betriebsräte von Opel wollen gegen die vom Management geplante Schließung des Werks im belgischen Antwerpen kämpfen. Der Antwerpener Opel-Betriebsratschef Rudi Kennes kündigte am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel ein Angebot für moderate Stellenstreichungen an: "Wenn 750 bis 800 Leute in Antwerpen gehen müssen, dann wäre das noch verträglich", sagte er. IG-Metall-Chef Berthold Huber forderte unterdessen den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) auf, den Schließungsplan zu überdenken. "Wir sind auf jeden Fall nicht bereit, das kampflos herzugeben", sagte er im Deutschlandfunk. Am Dienstag berieten in Brüssel die Chefs der europäischen Gewerkschaften über Strategien, das Aus des Standortes zu verhindern. Bei dem Treffen wollten sie gemeinsam mit Opel-Arbeitnehmervertretern auch eine gemeinsame Position für Verhandlungen mit der Geschäftsführung festklopfen. Einen Verhandlungstermin gibt es bisher nicht. Zwar hatte Opel-Chef Nick Reilly die Werksschließung wiederholt als unumgänglich bezeichnet, um die Überkapazitäten des Herstellers abzubauen. Andererseits braucht er für sein Sanierungskonzept aber die Unterstützung der Arbeitnehmer. Das Unternehmen erwartet einen Lohnverzicht von 265 Millionen Euro jährlich bis 2014. Der Betriebsrat hatte seine Bereitschaft, einen Beitrag zu leisten, mehrfach betont, dies aber stets an Bedingungen geknüpft. Er verlangt unter anderem einen Verzicht auf Standortschließungen. Eine Einigung steht noch aus. "Wir bringen Opel Gewinne" Kennes sagte zum Angebot des Stellenabbaus: "Das könnte man mit Abfindungen und Altersteilzeitregelungen abfedern." Die Arbeitnehmer hätten ein Konzept ausgearbeitet, mit dem Antwerpen in den nächsten Jahren eine halbe Milliarden Euro verdienen könne. "Wir bringen Opel Gewinne." In Antwerpen bauen 2.600 Mitarbeiter den Kompaktwagen Astra. GM hatte im Januar angekündigt, das Werk zu schließen. In ganz Europa sollen knapp 8.400 Stellen wegfallen. Nach Ansicht des Betriebsrats könnte Antwerpen gut ausgelastet werden. "Wir glauben, dass die Marke Opel ein Cabrio braucht, und das kann nur hier gebaut werden", sagte Kennes. Zudem sei das Werk bestens geeignet, um Astra-Wagen für den Export nach Osteuropa zu produzieren, wo die Nachfrage stabil bleibe. Ab 2013 könnte dort ein geplanter Kleinstwagen unterhalb des Corsa gebaut werden.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Keine Streiks geplant – Reilly mit "kleinem Problem"

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. Februar 2010 13:36
Mike Schröder meint:
Tick Tack. Die Zeit läuft ab. Ich gebe diesem Gezerre noch 6 Monate, dann wird GM für Opel Insolvenz anmelden. Bis dahin dürften auch die letzten Kunden genug davon haben.


24. Februar 2010 10:23
Cremers meint:
Seht es endlich ein: Opel hat zuviele Produktionsstätten, es werden deutlich mehr Produktionskapazitäten als nötig (und damit auch als bezahlbar) vorgehalten. Der Zopf muss ab oder die ganze Marke geht zugrunde. Es ist bitter, aber kann doch nicht so schwer zu verstehen sein!
Die Gewerkschaft und Belegschaft sollte Schluss machen mit den Diskussionen, die bringen Opel nicht vorwärts sondern nur weiter negative Schlagzeilen und diese vergrößern das Problem. Kein Kunde wird sich aus Solidarität zu den Opelanern einen Opel kaufen sondern nur wenn Produkt und Preis sowie die mit dem Produkt verkaufte Perspektive und nicht zuletzt das Image stimmen.
Es gibt unter dem veränderten Rahmenbedingungen die der Markt vorgibt kein "weiter so". Fast möchte ich sagen: "BASTA!"

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