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Opel-Betriebsrat rechnet mit Zugang zu US-Markt
Der Opel-Betriebsrat rechnet weiterhin fest mit einem Zugang der Marke zum wichtigen US-Markt. Obwohl die insolvente Ex-Mutter General Motors (GM) das verhindern wolle, sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, sagte Konzernbetriebsratschef Klaus Franz der Zeitschrift "auto motor und sport": Mit der Insolvenz werde GM sicher eine drastische Markenkonsolidierung vornehmen und sich auf die Kernmarken Chevrolet und Cadillac konzentrieren. "Und dann könnten wir mittelfristig auch mit dem Opel-Vertrieb in den USA anfangen", sagte Franz. Schon heute stehe fest, dass Opel in Kanada und in Mexiko auftreten dürfe. Zudem müsse die künftige unabhängige Opel-Gruppe ihr Vertriebsnetz in China ausbauen. "In Indien hat uns GM vor einigen Jahren komplett vom Markt genommen; das müssen wir ebenfalls rückgängig machen." Er rechne damit, dass der Opel/Vauxhall-Absatz in den kommenden drei Jahren von 1,5 auf zwei Millionen Einheiten pro Jahr gesteigert werden könne. "Und das sind keine Träume, sondern konservative Schätzungen, wenn man die Marke endlich globalisiert." GM hatte Opel den Zugang zu vielen wichtigen Märkten untersagt, um dort nicht anderen Konzernmarken Konkurrenz zu machen. An "NewOpel" soll GM nach den Plänen des derzeit wahrscheinlichsten Investors Magna rund 35 Prozent halten. Franz sagte dem Magazin weiter, dass Opel nach dem Einstieg des Zulieferers Magna auch als Auftragsfertiger für andere Autokonzerne produzieren solle. "Das ist in meinen Augen eine der interessantesten neuen Strategien, die sich aus der Kooperation mit Magna ergeben." So wie Opel heute Saab-, Buick- und Opel-Modelle in Rüsselsheim bauen könne, sei das in Zukunft auch für andere Marken möglich. "Magna hat jetzt schon die besten Kontakte und könnte seinen Kunden dann noch bessere Preise machen, wenn auf offenen Plattformen auch in Opel- Werken produziert wird." Franz erwartet durch den Magna-Einstieg eine Stärkung der deutschen Standorte. Dies begründete er gegenüber dem Fachblatt unter anderem damit, dass die Entwicklungskompetenz für den Zafira aus den USA wohl wieder nach Rüsselsheim verlagert werde: "Wir sind guter Hoffnung, dass wir die volle Entwicklungsverantwortung für den Zafira-Nachfolger zurück nach Rüsselsheim holen können, die heute noch zum Teil bei GM in Warren (USA) liegt. Damit hätten wir in Rüsselsheim die Entwicklungsverantwortung für die globalen Architekturen von Astra, Zafira und Insignia." Auch nach Polen verlagerte Produktionskapazitäten würden nach Deutschland zurückgeholt.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bürgschaftsrahmen nicht überschreiten
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(Foto: Thomas Lohnes/ddp)
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