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Opel-Bieter "erpressen" Regierung
Der Staat wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung im Fall Opel erpresst. "Die Interessenten wissen genau, dass wir uns im Bundestagswahlkampf befinden. In dieser Zeit ist es fast unmöglich für einen Politiker, ein Traditionsunternehmen wie Opel insolvent gehen zu lassen", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Mittwoch in einer Mitteilung. Sein Institut habe die Forderungen der verschiedenen Interessenten an den Staat analysiert. "Die Bundesregierung wird im Fall Opel erpresst", sagte Sinn. Die Investoren forderten zwischen 198.000 und 296.000 Euro an staatlichen Garantien pro gesichertem Arbeitsplatz. Die Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes in der Automobilbranche koste aber nur 174.000 Euro. "Man sollte die verfügbaren Gelder so verteilen, dass damit möglichst viele Arbeitsplätze gerettet werden, und nicht so, dass die Öffentlichkeitswirksamkeit der Politik maximiert wird", sagte Sinn. Voraussetzung für einen erfolgreichen Neuanfang von Opel sei die Begrenzung der Ansprüche der Altaktionäre und Gläubiger. Dazu sei eine Insolvenz notwendig. "Eine Rettung ohne Insolvenz ist eine Rettung des Altkapitals. Eine Rettung mit Insolvenz ist eine Rettung des Unternehmens und der Arbeitsplätze." Opel beschäftigt an seinen vier deutschen Standorten derzeit rund 26.000 Mitarbeiter. (dpa/rp)
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(Foto: ifo Institut)
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