Donnerstag, 09.02.2012
27.05.2009
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Wirtschaftsforscher

Opel-Bieter "erpressen" Regierung

Der Staat wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung im Fall Opel erpresst. "Die Interessenten wissen genau, dass wir uns im Bundestagswahlkampf befinden. In dieser Zeit ist es fast unmöglich für einen Politiker, ein Traditionsunternehmen wie Opel insolvent gehen zu lassen", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Mittwoch in einer Mitteilung. Sein Institut habe die Forderungen der verschiedenen Interessenten an den Staat analysiert. "Die Bundesregierung wird im Fall Opel erpresst", sagte Sinn. Die Investoren forderten zwischen 198.000 und 296.000 Euro an staatlichen Garantien pro gesichertem Arbeitsplatz. Die Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes in der Automobilbranche koste aber nur 174.000 Euro. "Man sollte die verfügbaren Gelder so verteilen, dass damit möglichst viele Arbeitsplätze gerettet werden, und nicht so, dass die Öffentlichkeitswirksamkeit der Politik maximiert wird", sagte Sinn. Voraussetzung für einen erfolgreichen Neuanfang von Opel sei die Begrenzung der Ansprüche der Altaktionäre und Gläubiger. Dazu sei eine Insolvenz notwendig. "Eine Rettung ohne Insolvenz ist eine Rettung des Altkapitals. Eine Rettung mit Insolvenz ist eine Rettung des Unternehmens und der Arbeitsplätze." Opel beschäftigt an seinen vier deutschen Standorten derzeit rund 26.000 Mitarbeiter. (dpa/rp)

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

28. Mai 2009 15:10
lauiman meint:
Man mag zu diesen (m) Wirtschaftsprüfer (n) stehen wie man will; da niemand von uns die tatsächlichen Forderungen der Übernahmeaspiranten kennt, die Wahrscheinlichkeit aber sehr groß ist, dass diese überzogen sind, sollte man Hr. Sinn seine Meinung (Fakten?) lassen.

Zudem mittlerweile wohl fast ganz Deutschland dieses Theater vollkommen gegen den Strich geht.
Mir fallen spontan Namen wie Märklin, Schiesser, Hertie, Dehler Yachtbau, Pohland usw. usw. ein.

Warum sollte Opel gleicher sein als andere ? Wegen dem mehr an Arbeitsplätzen ? Wegen dem Namen ? Bestimmt nicht, zumindest würde
mich eine Insolvenz nicht wirklich tangieren.

Es geht um eine Zahl an Arbeitsplätzen, die in den letzten 2 und dem kommenden Jahr mal eben von der Deutschen Bank, der Allianz, Telekom und Siemens angeblich "sozialverträglich" abgebaut w(u)erden.

Da kräht auch kaum ein Hahn danach.
Also lasst uns endlich mit dem hausgemachten Geheule um den ach so wichtigen Opel-Konzern in Ruhe !

Sofern die Kosten zur Rettung des Unternehmens bei weitem die Kosten durch eine Insolvenz übersteigen, kann der Normalverbraucher und NICHT Opel-Fan niemals nachvollziehen, warum sein Geld verpulvert wird.
Die Bank-Deppen reichen den meisten schon, allerdings ist es schon etwas anderes, ob eine Bank zusammenbricht oder ein Unternehmen durch ebenfalls eigene Fehler in Schieflage gerät.


28. Mai 2009 12:21
Mr.T meint:
...ist der Bruder von "Leffers"


28. Mai 2009 09:58
Markus Dangmann meint:
Was hat die deutsche Wirtschaft und der deutsche Steuerzahler von solchen "Wirtschaftsforschern" die mit Ihren Prognosen meist absolut daneben liegen und dann im Nachhinein die Weisheit gepachtet haben. Hier sehe ich erhebliches Potential in Deutschland Unternehmen von Beiträgen solcher Institute zu entlasten, die außer zu allgemeinen Verunsicherung nichts zur Verbesserung der Situation beitragen. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass sich diese "Forscher" in der
freien Wirtschaft beweisen.

Grüsse aus der freien Wirtschaft

P.S.
Bei der Subvention der Banken hat man von Herrn Sinn wenig gehört.

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