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Opel erhält erste Kredittranche
Opel hat am Dienstag die ersten 300 Millionen Euro aus dem staatlichen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro erhalten. Anders als ursprünglich geplant müsse sich der Opel-Investor Magna dabei nicht an der Zwischenfinanzierung für den Autobauer beteiligen, teilte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Dienstag mit. Aus der von Bund und Ländern über die staatliche KfW Bankengruppe sowie Landesinstitute bereitgestellten Brückenfinanzierung seien die ersten 300 Millionen Euro an Opel geflossen. Die zunächst vorgesehene kurzfristige Zwischenfinanzierung durch Magna sei nicht erforderlich, hieß es in einer Mitteilung des Finanzministeriums. Opel-Spitzenmanager Carl-Peter Forster begrüßte die rasche erste Zahlung. Damit könnten Opel und die britische Tochter Vauxhall den Geschäftsbetrieb normal fortsetzen – unabhängig von dem Insolvenzverfahren des einstigen Mutterkonzerns General Motors (GM). Bund, Länder, der Investor und die US-Regierung hatten sich in der Nacht zu Samstag auf ein Rettungskonzept für Opel und die Übernahme des Autobauer durch Magna und dessen russische Partner verständigt (wir berichteten). Am Sonntagabend wurden – kurz vor Eröffnung des GM-Insolvenzverfahren – der Treuhand- und der Konsortialvertrag unterzeichnet. Übernahme dauert bis zu sechs Monate Nach Angaben der neuen Treuhandgesellschaft soll die Opel-Übernahme spätestens in einem halben Jahr abgeschlossen sein. "Man sollte sich auf einen Zeitrahmen von drei bis sechs Monaten einstellen", sagte der Vorsitzende der Opel-Treuhandgesellschaft, der Rechtsanwalt Alfred Hagebusch von der Kanzlei Wellensiek, in einer Telefonkonferenz am Dienstag. Die Gespräche mit dem derzeit wahrscheinlichsten Investor Magna sollten an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. Die Treuhand-Gesellschaft hält seit dem Pfingstwochenende 65 Prozent der Anteile an der neuen Adam Opel GmbH, unter deren Dach das Europa-Geschäft von GM zusammengefasst wurde. 35 Prozent liegen weiter bei der ehemaligen Konzernmutter.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Kostengünstige" Lösung für Magna und Staat
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