Samstag, 26.05.2012
12.01.2010
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Automarktkrise

Opel erwartet 2010 Absatzrückgang

Opel wird die Krise auf dem westeuropäischen Automarkt nach Einschätzung seines designierten Chefs Nick Reilly auch 2010 zu spüren bekommen. "Es wird schwer für uns, das Volumen von 2009 erneut zu erreichen. Ich rechne mit einem Absatzrückgang zwischen null und fünf Prozent", sagte der GM-Europachef am Dienstag auf der Autoshow in Detroit. Möglicherweise werde Opel wegen des neuen Astra, des Insignia und des neuen Meriva, der im Laufe des Jahres in die Autohäuser kommt, auch etwas besser abschneiden. Bisher ist Opel fast ausschließlich in Westeuropa aktiv und kann daher nicht von dem 2010 erwarteten Wachstum in China, Indien oder den USA profitieren. Künftig solle Opel nach und nach auch andere Märkte erschließen, versprach Reilly. Opel und Vauxhall verkauften im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Autos nach 1,4 Millionen im Jahr zuvor. "Wir haben 2009 in Europa Geld verloren", sagte Reilly. Er sei aber zuversichtlich, dass Opel 2011 wieder profitabel wird. Dass Reilly künftig auch die deutsche Tochter Opel führen wird, bestätigte der GM-Manager indirekt. Auf die Frage, ob er bei der Aufsichtsratssitzung der Adam Opel GmbH am Freitag zum Opel-Chef ernannt werde, antwortete Reilly: «Das würde ich nicht dementieren.» Reilly kündigte an, den Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer bis Ende Januar vorzulegen. Er hoffe, dass die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern bis dahin abgeschlossen seien. "Sämtliche Forderungen der Arbeitnehmer noch offen" Reilly brachte den Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz mit der Aussage in Rage, dass sämtliche Forderungen der Arbeitnehmer noch offen seien. Bisher sei vor allem über Details gesprochen worden, Entscheidungen etwa über die vom Betriebsrat geforderte Mitarbeiterkapitalbeteiligung oder die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft seien noch nicht getroffen worden, erklärte Reilly. Solange das Gesamtpaket nicht stehe, sei kein einzelner Punkt abschließend abgehakt.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz wütend

 
 
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