Opel hat andere Autobauer aufgefordert, den Ruf nach staatlicher Hilfe öffentlich zu unterstützen. "Die anderen Hersteller sollten jetzt auch endlich aus der Deckung kommen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag). Es könne nicht sein, das immer nur Opel vorangeht, so Franz. Hinter den Kulissen sei der Opel-Vorstoß von anderen Managern bereits begrüßt worden. Opel hatte in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Hilfspaket von 40 Millionen Euro angeregt, sowie Abwrackprämien und zinsgünstige Verbraucherkredite gefordert (wir berichteten). Bislang hat nur Audi-Chef Rupert Stadler die Forderungen nach einem Konjunkturprogramm öffentlich unterstützt. Weiterhin wurde bekannt, dass sich zeitgleich mit Opel auch Ford an Kanzlerin Merkel wandte. Laut Zeitungsbericht forderte der Kölner Autobauer jedoch eine pauschale Steuerbefreiung, unabhängig von Hubraum und Schadstoffklasse. "Wir verstehen das nicht als Hilferuf", zitiert das Blatt einen Ford-Sprecher. Beide Konzerne hätten von dem Brief des jeweils anderen gewusst, heißt es in dem Bericht. (tk)
Aufruf: Opel fordert Unterstützung anderer Hersteller
Der Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz hat andere Hersteller aufgefordert, den Ruf nach staatlicher Hilfe öffentlich mitzutragen. Derweil wollen Management und Betriebsrat bis Monatsende das geforderte Sparpaket aushandeln.