Den Vorschlag des europäischen Händlerverbandes Euroda, Opel mit einem Fonds zu unterstützen, wird der deutsche Opel-Händlerverband (VDOH) am 19. März in Darmstadt von seinen Mitgliedern abstimmen lassen. "Wir wollen Solidarität mit unserem Hersteller demonstrieren", erläuterte VDOH-Präsident Thomas Bieling auf Anfrage von AUTOHAUS Online. "Selbstverständlich können wir über so eine Maßnahme aber nur unsere Mitglieder entscheiden lassen." Zur Diskussion steht ein Solidaritätsbeitrag der Opel-Händler von einem Prozent der Marge an jedem von ihnen verkauften Fahrzeug. Im Durchschnitt könnte der Betrag nach Hochrechnungen bei zirka 150 Euro liegen. Für Opel käme dies einer Finanzspritze von zirka 165 Millionen Euro gleich. "Das funktioniert aber nur, wenn alle mitmachen", schränkt Bieling ein. Nur dann würde die Marke auch keine Kunden an andere Fabrikate verlieren. Sobald ein Land ausscheren würde, wäre das Modell nicht mehr haltbar. Bieling geht davon aus, dass die deutschen Opel-Händler die Notwendigkeit ihren Hersteller zu unterstützen, einsehen und die Abstimmung positiv verlaufen wird. Schließlich gehe es auch um 120.000 Arbeitsplätze bei allen europäischen Vertriebspartnern. Über die Höhe der Zahlungen müsste aber sicherlich noch gesprochen werden. Neues Unternehmen als Voraussetzung Voraussetzung für den Fonds sei auch, dass sozusagen als Auffanggesellschaft für Opel ein neues Unternehmen gegründet würde, das nicht mehr mehrheitlich von GM beherrscht wird. Eine Minderheitsbeteiligung des amerikanischen Herstellers sei aber durchaus denkbar. Dies hatte zuvor auch der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz vorgeschlagen (wir berichteten). Mit dem Fonds würden die deutschen Händler dann Anteile an der neuen Gesellschaft erwerben. "Wir gehen davon aus, dass Ähnliches dann auch von der Arbeitnehmerschaft kommt", erläuterte Bieling weiter. (dp)
VDOH: Opel-Händler stimmen über Solidarbeitrag ab
Der deutsche Händlerverband will seine Mitglieder über einen Hilfsfonds für den Rüsselsheimer Autobauer abstimmen lassen. Zur Diskussion steht ein Solidaritätsbeitrag von einem Prozent der Marge.
Alfred Rudhart