Samstag, 26.05.2012
14.05.2009
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Rettungskonzept

Opel-Händler wollen unabhängig entscheiden

Europas Opel-Händler wollen ihren Beitrag zur Rettung des angeschlagenen Rüsselsheimer Autobauers unabhängig vom möglichen Hauptinvestor treffen. Das sagte der Vize-Präsident der Europäischen Vereinigung der Opel/Vauxhall-Händler (Euroda), Albert Still, am Donnerstag in Frankfurt. Der deutsche Verband hatte sich zu einem möglichen Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns zuletzt skeptisch geäußert. Die Euroda- Mitglieder aus 25 Ländern wollen an diesem Freitag in Wien über eine Beteiligung abstimmen. Zuvor hatten alle nationalen Verbände dem Konzept zugestimmt, wonach jeder Händler in den kommenden drei Jahren 150 Euro pro verkauften Neuwagen in einen Rettungsfonds einzahlt. Mit den angestrebten mehr als 400 Millionen Euro wollen sich die Vertriebspartner mit bis zu 20 Prozent an einer neuen europäischen Opel AG beteiligen. Das Geld soll helfen, die Tochter des Insolvenz gefährdeten US-Riesen General Motors (GM) aus der Krise zu führen und 35.000 Arbeitsplätze allein im deutschen Handel zu sichern. Wie der Plan im Detail umgesetzt wird, solle in Wien beschlossen werden, sagte Still. Geklärt werden müsse auch, wie das Kapital nicht erst in drei Jahren, sondern vorab ausgeschüttet werden kann. Sollten die europäischen Händler dem Plan zustimmen, werde das Modell allen möglichen Investoren und den beteiligten Regierungen präsentiert, sagte Still. "Dort muss dann entschieden werden, ob unser Beitrag erwünscht ist." Das Konsortium um den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna hatte bereits angekündigt, die Händler bei einer Opel-Übernahme mit ins Boot nehmen zu wollen. Nach dem vorläufigen Plan strebt Magna 19,9 Prozent an dem neuen Unternehmen an, der russische Autohersteller GAZ zusammen mit Russlands größtem Geldhaus Sberbank 30,1 Prozent. GM soll demnach bis zu 40 Prozent halten, den Rest das Opel-Management und die Händler. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

15. Mai 2009 11:34
W. Helfer meint:
Die Bereitschaft der Opel-Händler ihren Obulus zur Genesung von Opel beizutragen ist lobenswert und zeugt von deren Loyalität zur Marke.
Der dann tatsächlich geleistete Beitrag von € 150 pro Neuwagen, wenn man von 1 Million Autos pro Jahr ausgeht erscheint doch wie ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn Milliarden notwendig sind.
Ausserdem dürfte solch eine Lösung nicht wirklich von einem Hersteller gewollt werden, denn obwohl es um einen gemeinsamen Erfolg geht, sind die Interessen von Hersteller und Händler auf vielen Gebieten gegenläufig und zum Beispiel ist eine tiefe Einsicht des Handels in Produktplanung, Strategie und Preisgestaltung des Herstellers selten mit Interessen der Händler vereinbar sind, Im Gegenteil !
Also nette Geste, aber nicht sinnvoll !

B.H.

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