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Opel Kropf fährt in die Insolvenz
Die Pleitewelle im Autohandel ebbt nicht ab: Das traditionsreiche Opel-Autohaus Kropf hat am 14. Juli 2009 beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Jurist Joachim Exner bestellt. "Das Geschäft geht wie gehabt weiter. Wir wollen die Arbeitsplätze möglichst erhalten und die 125 Jahre Kropf-Tradition in Franken weiterführen", erklärte Kropf-Geschäftsführer Otto Hofbeck am Donnerstag. Bereits bestellte Fahrzeuge würden wie vereinbart ausgeliefert. Der Insolvenzantrag betrifft den Angaben zufolge die Firmen Kropf-Automobile GmbH und Kropf Vertriebsgesellschaft mbH mit zwei Autohäusern in Nürnberg und Fürth sowie 111 Mitarbeitern. Kropf gilt als ältester Opel-Vertriebspartner im Bundesgebiet. Neben der Marke mit dem Blitz werden auch Saab, Nissan und Chevrolet vertreten. Zudem bestehen Service-Partnerschaften mit Corvette und Cadillac. Hofbeck äußerte sich in einem Kundenschreiben, das auf der Internetseite des Autohauses veröffentlicht wurde, optimistisch zum Fortbestand des Unternehmens: "Was zunächst dramatisch klingt, hat aber für alle Beteiligten Perspektive und eröffnet viele Möglichkeiten." Ziel sei es, in den nächsten drei Monaten die "Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen". Insolvenzverwalter Exner sagte im Gespräch mit den "Nürnberger Nachrichten" (Donnerstag), dass Opel und Chevrolet bereits ihre Unterstützung zugesagt hätten. Die beiden Hersteller wollten auch bei der Suche nach einem Investor aus der Branche helfen. Die Gehälter seien bis Ende September gesichert. Als Gründe für die finanzielle Schieflage von Kropf führte Exner eine "erdrückende" Schuldenlast infolge hoher Investitionen sowie die aktuelle Branchenkrise an. (rp)
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(Foto: Kropf Automobile GmbH )
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