Freitag, 25.05.2012
19.07.2010
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Markenexpansion

Opel Kropf vertreibt Ford

Das zur AVAG gehörende Autohaus Automobilforum Kropf GmbH vertritt ab sofort die Marke Ford. Damit ist der Kölner Hersteller in der Region Nürnberg an drei Standorten vertreten. Auf der Eröffnungsfeier im Autohaus Kropf zeigte sich Ford Geschäftsführer Wolfgang Booms zuversichtlich, mit dem neuen Partner den zuletzt bei fünf Prozent liegenden Marktanteil auf den bundesweiten Durchschnitt von sieben Prozent zu heben.

In dem Betrieb am Nürnberger Deutschherrnstraße ist eine rund 700 Quadratmeter große Ausstellungsfläche für Ford-Neufahrzeuge reserviert. Elf Mitarbeiter in Verkauf und Service sind ausschließlich für Ford-Kunden beschäftigt. Damit soll nicht nur eine klare Markentrennung erreicht, sondern auch eine Kannibalisierung zwischen den Marken vermieden werden. "An einem Wachstum von Ford auf Kosten unserer anderen Marken können wir kein Interesse haben", so Kropf-Geschäftsführer Andreas Mutschler. Neben sämtlichen Pkw-Modellen will er von Ford auch leichte Nutzfahrzeuge sowie Gebrauchtwagen anbieten. Außerdem wird das neue Autohaus als Nutzfahrzeug-Kompetenzzentrum geführt. 

Die AVAG hatte den Traditionshändler Kropf nach dessen Insolvenz zum 1. Mai übernommen. Kropf gilt als ältester Opel-Vertriebspartner im Bundesgebiet. Neben der Opel wird auch die GM-Marke Chevrolet vertreten. Der Augsburger Handelsriese will Kropf zu alter Stärke zurückführen und zu einem "1.000-Wagen-Händler" machen. Für Ford rechnet Wolfgangs Booms in diesem Jahr noch mit 90 Neuwagenverkäufen, 2011 soll der Absatz bereits bei 180 Neuwagen steigen.

Im Juli 2009 waren die Ford-Werke erstmals die Zusammenarbeit mit der AVAG eingegangen. AVAG-Vorstand Markus Hofmann kündigte im Februar anlässlich der Bilanzpressekonferenz weitere Eröffnungen von Ford-Autohäusern für 2010 an. Inzwischen gibt es Kooperationen in Augsburg, Berlin, München, Eching und im Allgäu. Im ersten vollen Jahr rechnet die AVAG insgesamt mit einem Ford-Umsatz von 40 Millionen Euro. Mittelfristig will das Unternehmen im Rahmen seiner Diversifizierungsstrategie Erlösanteile von zehn bis 20 Prozent mit der Kölner Volumenmarke erzielen. (se/us)

 
 
 
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