Samstag, 26.05.2012
10.06.2010
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Staatshilfen

Opel-Standortländer springen in die Bresche

Die vier Bundesländer mit Opel-Werken wollen im Alleingang ein Rettungspaket für den Autobauer auf den Weg bringen. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) könne neue Anträge auf Bürgschaften stellen, kündigten die Ministerpräsidenten von Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Trotz ihres Machtworts unterstrich Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Donnerstag erneut, dass es für Bundeshilfe keine Grundlage gebe.

Merkel musste eingestehen, dass es keine Möglichkeit mehr für direkte Bundeshilfen gibt. Opel könne nur wie alle anderen Autobauer Mittel für Forschungsprojekte anzapfen. "Weitergehende Zusagen konnte der Bund – ich spreche jetzt nicht über die Länder – heute nicht machen", sagte die Kanzlerin. Zuvor hatte sie den Eindruck erweckt, es gebe noch Spielraum auf Bundesseite.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sagte in Berlin, die Länder seien sich einig, dass sie offen für neue Verhandlungen mit Opel und GM seien. Es gebe eine Anzahl von Möglichkeiten und neuen Instrumenten, um Opel zu helfen. Details nannte er nicht.

Nach Angaben von Thüringens CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht werden die Länder nun in einem "engen Schulterschluss" alles tun, um die vier Opel-Werke in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach zu erhalten. "Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren." Der Mainzer Regierungschef Kurt Beck (SPD) kritisierte Merkel. Sie habe in dem Gespräch keinen neuen Weg zur Unterstützung von Opel aufgezeigt: "Wir sind alle bitter enttäuscht."

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Opel braucht nur noch Garantien für 800 Millionen Euro

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

11. Juni 2010 10:18
Martin L. meint:
Richtig so, keine Hilfen für Opel !
Wenn Opel eine 100%ige deutsche Firma wäre, wäre ich der erste der Geld für Opel geben würde. Aber dem blutsaugenden GM Haufen sollte man kein Geld geben, die verprassen das sowieso wieder !
Klar ist es schlimm wenn die Opelaner arbeitslos werden, aber wenn man die Anzahl der Opelaner und die momentane Arbeitslosenzahl sieht, ist das fast nix.


11. Juni 2010 10:12
Michael Tropschug meint:
Nun, wenn ich auch kein Freund der kleinen Zünglein an der Waage Partei FDP bin, so muss ich in diesem Fall Herr Brüderle recht geben. Unabhängig davon kann man nur hoffen, dass die Länder diesen Fehler nicht machen, ein Unternehmen mit Steuergeldern zu unterstützen, welches ohnen diese Gelder nicht Lebensfähig ist. Und wenn doch...um so besser, dann haben wir endlich mal wirklich gespart!


11. Juni 2010 09:20
Ronny Schultz meint:
Liebe Frau Merkel,
hauen Sie mal auf den Tisch und watschen die FDP ab. Es kann nicht sein, dass diese Splitterpartei mit momentanen 5% Wahlergebnissen (aktuell) die größe Bundestagsfraktion hin und her treibt.......
Wer ist hier die Chefin im Ring????

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