Donnerstag, 09.02.2012
22.01.2010
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IG Metall

Opel-Werksschließung ist "Kriegserklärung"

Die IG Metall hat die Ankündigung von General Motors (GM), das Opel-Werk in Antwerpen zu schließen, "als Kriegserklärung gegenüber allen europäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei Opel" bezeichnet. Das GM-Management setze auf Kahlschlag und Standortkonkurrenz, heißt es in einer Erklärung des Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiters und Opel-Aufsichtsratsmitglieds Armin Schild vom Donnerstag. "Das ist die konsequente Fortsetzung von 15 Jahren GM-Desaster und 15 Monaten Geisterfahrt. Nun begibt sich GM offenbar auf den nächsten Horrortrip", so Schild weiter. Der Opel-Betriebsrat rief die Beschäftigten in ganz Europa zu einer Protestaktion gegen die angekündigte Schließung auf. "Der Bruch des Rahmenvertrags, in dem Antwerpen exklusiv die Produktion von zwei kleinen SUV-Modellen als Ersatz für die Astra-Produktion zugesagt wurde, geht uns alle an", heißt es in dem am Freitag von Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz veröffentlichten Aufruf. Die beiden Kleingeländewagen sollen nach den neuesten Plänen bei GM Daewoo in Korea gefertigt werden. Der Betriebsrat lehne das Vorhaben von Opel-Chef Nick Reilly ab, diese Verlagerung von Wertschöpfung durch Lohn- und Gehaltsverzicht zu bezahlen. Das Management verlangt von den Mitarbeitern einen Sanierungsbeitrag von 265 Millionen Euro. Aus Protest gegen die einseitige Entscheidung Reillys sollen am kommenden Dienstag (26. Januar) Opelaner aus ganz Europa an einer Betriebsversammlung in der belgischen Hafenstadt teilnehmen.

 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

23. Januar 2010 09:46
Johann Wiesheu meint:
Sehr richtig die Herren!

Besonders der Kommentar von Herrn Banach trifft den Nagel auf den Kopf.

Und mal ehrlich- unwirtschaftliche Unternehmen müssen weichen damit sich der Markt bereinigen kann. Seit Jahren werden die Autos verschleudert um die Dinger überhaupt noch loszuwerden- und das wiederum belastet den gesamten Markt.

Also abwickeln - weg damit und von mir aus einen gesunden Neustart machen.

Die Leute die dieser Schritt betreffen wird, werden erstmal eine schwierige Zeit durchmachen- doch nur so bietet sich eine Chance für einen Neubeginn und eventuell langfristig sogar für Wachstum.


22. Januar 2010 18:15
Torsten Bitter meint:
Was bitte schön ist hier Konsequent gedacht?
Hier kommt die pure Dummheit eines oder evtl. auch mehrer Sanierer alter amerikanischer Schule zum tragen.
Die Mitarbeiter haben gezeigt was Sie können und was Sie zu leisten bereit waren und wohl auch nach wie vor sind. Nicht die Mitarbeiter haben das Missmanagement von 1970-1995 durch Herren Lutz, Wagner Hughes, Lopez , und Konsorten das diese verursacht hatten zu verantworten , sie konnten doch nur passiv zuschauen bestenfalls die Missstände anprangern und aufzeigen.
Setzt man das um was Franz, Forster und Demand wohl beabsichtigt hatten, die Produktpalette in jedem Bereich aus zu bauen und endlich die Innovationen wie die HCCI –Motortechnologie,Elektro- und Hybridtechnologie in allen Klassen auf den Markt zu bringen zu erschwinglichen Preisen vor den Wettbewerbern, so schafft man auch wieder Beschäftigung.
Ferner ist es nur logisch und konsequent Opel unter ihrem Namen endlich auch im Ausland
zu verkaufen, wo Made in Germany immer noch ein Begriff ist.
Wo wäre denn Mercedes, BMW und Audi heute könnten sie nicht außerhalb Europas Ihre Produkte verkaufen, Die sind doch nur stark und groß geworden weil man außerhalb verkauft konnten. Sicher wäre Audi und BMW immer noch ein Nischenhersteller als Anhängsel eines Großkonzern hätten diese nicht die Chance gehabt zu Exportieren.
Nein man darf es sich heute nicht mehr so leicht machen tausende von Menschen in die Trostlosigkeit zu senden wenn es wesentlich bessere und auch für den Konzern lukrative Lösungen gibt ,die aber zugegebener maßen Kreativität und flexibles Denken bedürfen.
Ich frage mich warum zum Beispiel mein Anfrage von GM für den Aufbau eines Vertriebsnetzes in ein hochgradig entwicklungsfähiges Land mit hoher Kaufkraft bis heute noch nicht einmal beantwortet wurde. In diesem Land fahren an die 2 Millionen Opel, die alle über den zweiten Vertriebsweg dorthin gelangt sind und die nur von freien Werkstätten und Händlern am laufen gehalten werden.
Was für ein Markt allein dort mit einem professionellen Generalimporteur, einem entsprechenden professionellen Vertriebs- und Servicenetz man doch aufmachen könnte.
Ich bin seit über 20 Jahren im Automobilgeschäft und berate gerade eine Regierungsstelle in diesem Land, (Bereich Verkehr, Fahrzeug techn. und Infrastruktur) ich weiß sicher wovon ich spreche.
Opel hätte dort, wenn Sie denn dürften, genug Stückzahlen die sie im Jahr absetzen um ein kleines Werk wie Antwerpen auszulasten!
Also bitte konsequent kann nicht sein, einfallslos Menschen ab zu bauen, konsequent bedeutet eigene Stärke zu potenzieren und neue Märkte zu erschließen.
In diesem Sinne , Ihr Torsten Bitter


22. Januar 2010 18:06
Rolf Eckert meint:
Wie soll es denn gehen - ohne Entalssungen oder Werksschließungen? Wer hier anderes gedacht hat, hat keine Ahnung von der Branche. Jetzt ist das Gehäule wieder groß. GM macht das was die wollen - merkt euch das. Weder von einer Regierung, auch nicht von einer Gewerkschaft und erst Recht nicht vom Betriebsrat lässt sich GM beeindrucken - die machen das alle nur noch schlimmer. Hier stimme ich Herrn Banach völlig zu! OPEL zu retten kostet Mitarbeiter und ggf. Werk/e - so ist es nun mal.

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