Freitag, 10.02.2012
14.11.2008
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Medienbericht

Osterloh ist Kandidat für Betriebsrats-Vorsitz der Porsche SE

An der Spitze des Betriebsrats der Porsche Automobil Holding SE könnte es bald zu einem Wechsel kommen. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagsausgabe), er gehe davon aus, "dass eine Kollegin oder ein Kollege aus dem VW-Konzern an der Spitze des SE-Betriebsrats stehen wird". Im Zuge der Übernahme von VW durch Porsche wird derzeit der SE-Betriebsrat der Porsche Automobil Holding gewählt. Die Holding bildet das Dach der operativ tätigen Tochtergesellschaft Porsche AG und führt die Beteiligung an der Volkswagen AG. In dem SE-Betriebsrat gibt es 20 Sitze für die VW-Beschäftigten sowie 20 für die Beschäftigten von Porsche. "Immerhin an dieser Stelle hat Porsche die Stimmgewichtung nicht außer Kraft gesetzt", sagte Osterloh mit Blick auf den Vorsitz des SE-Betriebsrats. "Wir haben als Vertreter des Volkswagen Konzerns bei dieser Frage eine Mehrheit, weil wir hier entsprechend der Anzahl der Beschäftigten, die wir repräsentieren, auch Stimmen haben." Bisher steht der Betriebsratschef der Porsche AG, Uwe Hück, auch an der Spitze des Betriebsrats der Holding. Mit Blick auf die künftige Rolle Hücks im SE-Betriebsrat sagte Osterloh: "Wir stehen für eine faire Beteiligungskultur. Das ist in unseren Gremien bei Volkswagen so, in denen Vertreter von neun Automobilmarken mitarbeiten. Und das werden wir sicherlich auch im SE-Betriebsrat nicht anders handhaben." Der seit Monaten tobende Streit um die Mitbestimmung in der Porsche SE ist aber nach wie vor nicht beigelegt. Die Mitbestimmungsvereinbarung benachteiligt aus Sicht des VW-Betriebsrats die VW-Belegschaft. So kritisiert der VW-Betriebsrat ein Vetorecht der Porsche-Betriebsräte gegen Änderungen an der Mitbestimmungsvereinbarung. Osterloh sagte zugleich: "Wir besetzen die Gremien, weil wir sonst darauf verzichten würden, die Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen gegenüber dem Großaktionär zu vertreten." Fakt sei aber, dass der VW-Betriebsrat nach wie vor benachteiligt werde. (dpa)

 
 
 

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