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Bei der Kernmarke Mercedes-Benz brachen die Absatzzahlen im Vergleich zum Februar um 28 Prozent ein.
Autokrise
Pkw-Absatz bei Daimler weiter auf Talfahrt
Daimler weitet die Kurzarbeit in seinen Pkw-Werken wegen des in die Tiefe rauschenden Absatzes bis Ende Juni aus. Betroffen seien mehrere zehntausend Mitarbeiter, sagte eine Daimler-Sprecherin am Freitag in Stuttgart. Im Februar verkaufte der Premiumhersteller ein Viertel weniger Autos als noch vor einem Jahr. Insgesamt lieferte Daimler noch 72.200 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, AMG, smart und Maybach aus. Besonders schmerzhaft war erneut der Rückgang bei der Kernmarke Mercedes-Benz. Hier gab es im Vergleich zum Februar 2008 ein Minus von 28 Prozent auf 63.600 Autos. Als Reaktion darauf will Daimler die Produktion weiter drosseln."An unseren Pkw-Werksstandorten in Deutschland werden wir auch im zweiten Quartal das Instrument der Kurzarbeit nutzen, um die Beschäftigung und unsere Fahrzeugbestände der aktuellen Marktsituation anzupassen", sagte die Sprecherin. Für jeden Standort sollen zwischen Werksleitung und Betriebsrat individuelle Regelungen vereinbart werden. Diese seien "im Grundsatz, aber noch nicht im Detail abgeschlossen". Eine genaue Zahl der betroffenen Beschäftigten könne deshalb noch nicht genannt werden. Derzeit arbeiten mehr als 50.000 Beschäftigte des Premiumherstellers kurz. "Die Vereinbarungen für das zweite Quartal werden flexibel ausgelegt sein, so dass schnell auf veränderte Marktbedingungen und Auftragseingänge reagiert werden kann", sagte die Sprecherin. Wie es in der zweiten Jahreshälfte weitergeht, sei wegen der unsicheren Situation an den internationalen Automärkten "zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen." Die Autokrise trifft Daimler wie auch die anderen deutschen Premiumhersteller BMW und Audi weiter mit voller Wucht. Selbst beim Kleinwagen smart, der im Januar beim Absatz noch leicht zugelegt hatte, sanken im Februar die Verkäufe um zwei Prozent auf 8.600 Autos. Der Rückgang des Pkw-Absatzes habe sich auf fast alle Märkte erstreckt, teilte Vertriebschef Klaus Maier mit. In Westeuropa erlebten die Stuttgarter im Februar die stärkste Talfahrt. Hier sackte der Absatz um fast ein Drittel ab. In Deutschland verkaufte der Premiumhersteller rund ein Viertel Autos weniger als vor einem Jahr, in den USA gut ein Fünftel weniger. Einziger Lichtblick war China: Dort legte der Absatz um 17,4 Prozent zu.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Daimler setzt Hoffnung vor allem auf das Kleinwagen-Segment
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(Foto: Michael Latz/ ddp)
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