Samstag, 26.05.2012
06.03.2009
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Autokrise

Pkw-Absatz bei Daimler weiter auf Talfahrt

Daimler weitet die Kurzarbeit in seinen Pkw-Werken wegen des in die Tiefe rauschenden Absatzes bis Ende Juni aus. Betroffen seien mehrere zehntausend Mitarbeiter, sagte eine Daimler-Sprecherin am Freitag in Stuttgart. Im Februar verkaufte der Premiumhersteller ein Viertel weniger Autos als noch vor einem Jahr. Insgesamt lieferte Daimler noch 72.200 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, AMG, smart und Maybach aus. Besonders schmerzhaft war erneut der Rückgang bei der Kernmarke Mercedes-Benz. Hier gab es im Vergleich zum Februar 2008 ein Minus von 28 Prozent auf 63.600 Autos. Als Reaktion darauf will Daimler die Produktion weiter drosseln."An unseren Pkw-Werksstandorten in Deutschland werden wir auch im zweiten Quartal das Instrument der Kurzarbeit nutzen, um die Beschäftigung und unsere Fahrzeugbestände der aktuellen Marktsituation anzupassen", sagte die Sprecherin. Für jeden Standort sollen zwischen Werksleitung und Betriebsrat individuelle Regelungen vereinbart werden. Diese seien "im Grundsatz, aber noch nicht im Detail abgeschlossen". Eine genaue Zahl der betroffenen Beschäftigten könne deshalb noch nicht genannt werden. Derzeit arbeiten mehr als 50.000 Beschäftigte des Premiumherstellers kurz. "Die Vereinbarungen für das zweite Quartal werden flexibel ausgelegt sein, so dass schnell auf veränderte Marktbedingungen und Auftragseingänge reagiert werden kann", sagte die Sprecherin. Wie es in der zweiten Jahreshälfte weitergeht, sei wegen der unsicheren Situation an den internationalen Automärkten "zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen." Die Autokrise trifft Daimler wie auch die anderen deutschen Premiumhersteller BMW und Audi weiter mit voller Wucht. Selbst beim Kleinwagen smart, der im Januar beim Absatz noch leicht zugelegt hatte, sanken im Februar die Verkäufe um zwei Prozent auf 8.600 Autos. Der Rückgang des Pkw-Absatzes habe sich auf fast alle Märkte erstreckt, teilte Vertriebschef Klaus Maier mit. In Westeuropa erlebten die Stuttgarter im Februar die stärkste Talfahrt. Hier sackte der Absatz um fast ein Drittel ab. In Deutschland verkaufte der Premiumhersteller rund ein Viertel Autos weniger als vor einem Jahr, in den USA gut ein Fünftel weniger. Einziger Lichtblick war China: Dort legte der Absatz um 17,4 Prozent zu.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Daimler setzt Hoffnung vor allem auf das Kleinwagen-Segment

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

07. März 2009 11:14
Oswald Fahrner meint:
Jahrelang hat Daimler das Geld zum Fenster raus geschmissen. Die Hochhäuser in Stuttgart sind voll mit überbezahlten Managern. Wie heißt doch ein altes Sprichwort. "Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht"! vielleicht sollte Dr. Z. seine eigene Mannschaft mal überprüfen und er wird feststellen, dass hier das große Sparpontential liegt und nicht beim kleinen fleißigen Arbeiter am Fliessband.


07. März 2009 10:26
ein sternfahrer meint:
...... ja und was machen wir denn jetzt? ..... wir spreizen den Espressofinger und entdecken neue Potientale ....... erfreulic ist, das die Führungsriege der Premiumhersteller das Problem erkannt hat, leider setzen das die Verantwortlichen zu wenig oder gar nicht um, da geht es immernoch um persönliche Befindlichkeiten...


06. März 2009 18:12
wallibelli meint:
Ein Stern im Sinkflug.
Wer hätte das vor 2-3 Jahren für möglich gehalten. Man jubelt in Stuttgart über Nachfrage nach Smarts, A-und B-Klasse.Die Verantwortlichen der Premiumhersteller reden sich ihre dramatische Situation immer noch schön.Wenn das so weiter geht,türmen sich riesige Verluste am Jahresende auf.In Stuttgart,in Ingolstadt und in München.

Denn die Margen und Renditen bewegen sich im Sturzflug tief unter die 0-Linie.S-Klasse ist fast tot,nach Einführung der E-Klasse mausetot.
7-er ist jetzt schon - 1/2 Jahr nach der Einführung - totkrank,
dicken SUV's und PS-starken Sportwagen gehen Banker und Boni aus,
6-und 8-Zyl.Antriebe stehen bei immer mehr Kunden und Fuhrparks auf der Streichliste.

Das Flottengeschäft leidet zunehmend unter dem Verfall der Restwerte,
den verschlechterten Leasingkondtionen und den immer öfter anzutreffenden Fuhrparkvorgaben bezüglich CO 2-Grenzen und gekürzten Budjets.

Es wird eine lange Durststrecke,die nicht wie von vielen immer noch prognostiziert,im Herbst schon wieder endet.Und nach der Krise wird für die Premiumhersteller nichts mehr so sein wie es vorher war.

Ich wünsche den Verantwortlichen viel Fortune bei den Anstrengungen,
demnächst auch mit kleineren Autos hohe Margen und Renditen zu erwirtschaften.

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