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Der große US-Autozulieferer Visteon hat am Donnerstag Gläubigerschutz nach "Chapter 11" beantragt.
Visteon/Aksys
Pleitegeier kreist weiter über Zulieferbranche
Der große US-Autozulieferer Visteon sowie der Wormser Akustik- und Hitzeschutzspezialist Aksys gehen in die Insolvenz. Die ehemalige Ford-Tochter Visteon teilte am Donnerstag mit, dass für das US-Geschäft Gläubigerschutz nach "Chapter 11" des amerikanischen Insolvenzrechts beantragt wurde. Weder Tochtergesellschaften noch Gemeinschaftsunternehmen im Ausland seien davon betroffen. Hauptziel des Schritts sei die Befreiung von Altlasten, sagte Visteon-Chef Donald Stebbins in Van Buren Township (US-Bundesstaat Michigan). Der ehemalige Mutterkonzern Ford habe eine Finanzierung in Aussicht gestellt, um die langfristige Belieferung des Autobauers sicherzustellen. Ford ist nach wie vor der größte Kunde des Zulieferers, der im Jahr 2000 eigenständig wurde. Auch andere Autohersteller hätten ihre Unterstützung zugesagt, hieß es weiter. Bereits am Dienstag eröffnete das Amtsgericht Worms das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Aksys GmbH. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer am Mittwoch in Mannheim mitteilte, läuft der Betrieb aber ohne Einschränkungen weiter. Die Kunden könnten sich darauf verlassen, dass alle Aufträge weiterhin in gewohnter Qualität bearbeitet würden. "Wir produzieren weiter", erklärte der Rechtsanwalt. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland den Angaben zufolge an zehn Standorten rund 1.800 Mitarbeiter.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Umsatz bricht weg – Auslandstöchter nicht betroffen
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(Foto: Oliver Lang/ ddp)
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