Samstag, 26.05.2012
10.07.2009
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Zukunftskonzept

Porsche-Entscheidung in Sichtweite

Der monatelange Machtkampf zwischen Porsche und VW steht kurz vor der Entscheidung. Auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung des Sportwagenbauers am 23. Juli soll sich die Zukunft des hoch verschuldeten Sportwagenbauers klären. Ein Porsche-Sprecher wollte sich am Freitag zwar nicht zu Inhalten der Sitzung äußern. Beraten werden soll nach Aufsichtsratskreisen aber sowohl über den Einstieg des Golfstaates Katar bei dem Sportwagenbauer als auch den Verkauf von knapp der Hälfte der Porsche AG an Volkswagen. In der Porsche AG ist das Autogeschäft der Stuttgarter gebündelt. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking gilt als strikter Gegner eines Teilverkaufs des Autogeschäftes an VW und befürwortet eindeutig den Katar-Einstieg. Vor wenigen Tagen hatte ein entsprechendes "Rettungsangebot" aus Wolfsburg noch zu heftigen Attacken aus Stuttgart geführt. Porsche hatte das Angebot als nicht umsetzbar abgelehnt. Dass im Porsche-Management nun ein Umdenken eingekehrt sei, wollte der Sprecher jedoch nicht bestätigten. Aus Aufsichtsratskreisen hieß es, das künftige Geschäftsmodell von Porsche könne auch eine Mischung aus beiden Varianten beinhalten. Das öl-reiche Golfemirat hatte bereits vor mehreren Tagen ein Angebot bei den Stuttgartern abgegeben. Porsche äußert sich zwar nicht offiziell zu dem Einstiegsangebot, es soll jedoch bei bis zu 29 Prozent der Anteile liegen. Der Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) soll zudem an einem Teil oder dem gesamten Optionsgeschäft mit VW-Aktien Interesse geäußert haben. Das Volumen des Gesamtgeschäfts soll bei deutlich mehr als fünf Milliarden Euro liegen, verlautete aus Aufsichtsratskreisen. Bei der Sitzung des Kontrollgremiums wird auch VW- Aufsichtsratschef und Wiedeking-Gegner Ferdinand Piëch am Tisch sitzen. Der Porsche-Miteigentümer treibt vehement die Schaffung eines großen integrierten Autokonzerns voran, in dem Porsche als eigenständiges Unternehmen wie Audi und andere eine von zehn Konzernmarken wäre. (dpa)

 
 
 
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