Samstag, 26.05.2012
20.05.2009
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Länderhilfe

Porsche-Führung spricht bei Oettinger vor

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sucht unter Hochdruck nach neuen Geldquellen für den hoch verschuldeten Sportwagenbauer. Der Top-Manager traf sich am Mittwoch in Stuttgart mit Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU), um Wege aus der Finanzmisere von Porsche zu finden. Bei der staatlichen Förderbank KfW hat der Sportwagenbauer ein Darlehen beantragt, wie ein Porsche-Sprecher am Donnerstag bekanntgab. Gleichzeitig intensivieren die Stuttgarter die Suche nach einem Investor, der aus dem arabischen Raum kommen soll. Das Unternehmen drücken Schulden von neun Milliarden Euro. Die schwierige Finanzsituation von Porsche gilt als ein Knackpunkt bei den festgefahrenen Verhandlungen über ein Zusammengehen mit Volkswagen. Nach Angaben des Unternehmenssprechers verhandelt Porsche neben der KfW-Bank mit weiteren Instituten. Insgesamt gehe es um 2,5 Milliarden Euro. Das Darlehen soll auf die zehn Milliarden Euro aufbauen, die sich Porsche im März zur damals geplanten Machtübernahme bei Volkswagen gesichert hatte. Der Vertrag sah vor, dass das Volumen auf bis zu 12,5 Milliarden Euro aufgestockt werden kann. Unklar ist unterdessen, wie VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piëch zu dem Plan steht, einen neuen Investor ins Boot zu holen. Porsche zufolge soll er seinen Widerstand gegen den Plan aufgegeben haben, dass Porsche mit einem Investor seine finanzielle Schieflage in den Griff bekommt. Die Familien Porsche und Piëch stünden geschlossen hinter diesem Vorhaben, sagte ein Porsche- Sprecher. Er bestätigte damit einen Bericht von "Focus Online". Die "Wirtschaftswoche" berichtete dagegen, Piëch favorisiere weiterhin eine interne Lösung der Finanzprobleme von Porsche. Aus dem Salzburger Büro Piëchs habe es geheißen: "Es gibt keinen neuen Sachstand." Hilfe beim Kampf gegen die Milliardenschulden erhofft sich Wiedeking auch vom Land Baden-Württemberg. An dem Gespräch mit Ministerpräsident Oettinger nahm auf Porsche-Seite auch Finanzchef Holger Härter teil. Für das Land saßen außerdem Staatsminister Wolfgang Reinhart und Finanzminister Willi Stächele (beide CDU) sowie Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) am Tisch.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Landesbürgschaft noch nicht ausgeschlossen – Zeitplan wackelt

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

22. Mai 2009 09:40
MM meint:
Wo sind die Milliardengewinnne der letzten Jahre geblieben ?
Eigentlich sollte Porsche mindestens die Hälfte Ihres
VW-Engagements aus Barmitteln bestreiten können.


22. Mai 2009 07:26
Roschu meint:
Es ist einfach lächerlich. Wo sind die Milliardengewinne hin, die Porsche in den letzten Jahren gemacht hat? Da war doch mehr Gewinn als Umsatz? Dem Kleinen Bürger hilft die Politik bei einer drohenden Privatinsolvenz auch nicht.


21. Mai 2009 11:48
banker meint:
Hallo Autoschlumpf! Hattest Du uns nicht vor einigen Tagen empfohlen, den Artikel über Staatshilfen usw. nochmal genau nachzulesen, denn dabei ginge es gar nicht um Staatshilfen?
Als erstes sollten sich mal immer die Verantwortlichen zusammensetzen und die exorbitanten Bezüge und Boni diskutieren, denn Otto Normalverbraucher hat für jegliche Aktionen und Meldungen über Subventionen oder Staatshilfen oder Bürgschaften keinerlei Verständnis, wenn andererseits in Chefetagen monatliche Bezüge bezahlt werden, die das 1000-2000-fache eines Facharbeitergehaltes ausmachen!
Aber ich gehe mal davon aus, daß solche Konzernprobleme auch wieder nur auf oberster Ebene bereinigt werden, ohne daß hier irgendjemand auf Yacht und Schampus verzichten muß!

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