Samstag, 26.05.2012
12.11.2008
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Europa

Porsche Holding mächtigste Händlergruppe

Die österreichische Porsche Holding GmbH ist nach Verkaufszahlen die mächtigste Autohausgruppe in Europa. Das Handelsunternehmen mit Sitz in Salzburg verwies im vergangenen Jahr mit 437.000 verkauften Neu- und Gebrauchten die ukrainische UkrAVTO-Gruppe (238.000 Einheiten) auf Platz zwei. Emil Frey aus der Schweiz mit geschätzten 191.000 Fahrzeugen komplettierte das Spitzentrio. Das geht aus einem Ranking des Autodienstleisters Autobiz in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervor. Deutsche Autohausgruppen haben beim Absatz dagegen noch viel Luft nach oben. Den Sprung unter die Top 25 schaffte im vergangenen Jahr lediglich die AVAG Holding. Mit 45.000 verkauften Autos reichte es für das Augsburger Unternehmen noch zum 24. Rang. Auch wenn die deutschen Händlergruppen nicht ganz vorne mitmischen – unter den Top 100 der Rangliste finden sich immerhin 16 Vertreter wieder. Demgegenüber stehen fünf spanische, sechs italienische, zwölf englische und 18 französische Gruppen. Durchschnittlich vermarkten die deutschen Megadealer 20.000 Neuwagen im Jahr – ihre französischen Kollegen kommen auf 24.000, die britischen sogar auf 60.000 Einheiten. Gute Entwicklungsperspektiven Auch in puncto Internationalisierung hinken die großen deutschen Autohändler laut Autobiz den britischen Gruppen um Inchcape und IM Group noch deutlich hinterher. Dafür seien sie wegen der geografischen Nähe aber schon stark auf den Wachstumsmärkten Zentral- und Osteuropas vertreten. Einige deutsche Gruppen, wie etwa Cloppenburg, würden ferner eine Expansion nach Osten auf kurze Sicht in Betracht ziehen, hieß es. Nach Auffassung der Experten dürfte die aktuelle Finanzkrise die deutschen Gruppen – traditionell in Familienbesitz – weniger in ihrer Entwicklung hemmen als etwa Unternehmen aus angelsächsischen Ländern oder Nordeuropa. Dort sei der Großteil an der Börse notiert und leide nun unter dem Fall ihrer Aktienkurse, hieß es. Als Handicap der heimischen Gesellschaften identifizierte Autobiz aber die "sehr schwache, finanzielle Rentabilität" (Ergebnis nach Steuern auf Eigenkapital), die mit durchschnittlich sieben Prozent fast zwei Mal niedriger sei als etwa die ihrer französischen Nachbarn (13 Prozent). (rp) Weitere Details sind unten in der Downloadbox abrufbar.

 
 
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