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Für das Geschäftsjahr 2008/09 kündigte Porsche-Chef Wiedeking am Freitag schwächere Zahlen an.
Autokrise
Porsche setzt sich auf Diät
Die weltweite Autokrise zwingt Porsche zu einem mehr als 100 Millionen Euro schweren Sparprogramm und einer massiven Drosselung der Produktion. Im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen des Sportwagenbauers sollen die Bänder bis zum Beginn der Sommerpause an weiteren 19 Tagen stillstehen, kündigte Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Freitag an. Kurzarbeit und Stellenabbau seien aber derzeit kein Thema. Mit der Produktionsdrosselung reagieren die Stuttgarter auf einen massiven Absatzeinbruch in den vergangenen sechs Monaten. Wegen der Krise wollte sich Wiedeking auch nicht auf einen detaillierten Fahrplan bei der VW-Übernahme festlegen. Der Absatz von Porsche brach im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 (31. Juli) um über 27 Prozent auf 34.000 Fahrzeuge ein. Die Erlöse sackten zwischen August und Januar um über 14 Prozent auf rund drei Milliarden Euro ab. Detaillierte Angaben zum operativen Ergebnis machte der Porsche-Chef nicht. Wiedeking deutete aber an, dass die Einbußen im Halbjahr in Größenordnung des Absatzrückgangs lagen. Aufgrund der VW-Beteiligung werde das Vorsteuerergebnis der Porsche Automobil Holding SE aber höher als der Vorjahreswert von 1,66 Milliarden Euro liegen. Beim unternehmensweiten Sparprogramm werden "alle Bereiche in den Fokus genommen, die nicht unmittelbar wertschöpfend sind beziehungsweise nicht direkt umsatzwirksam", sagte Wiedeking. "Selbstverständlich bleiben alle Projekte, die für unser künftiges Geschäft existenziell sind, von den Sparmaßnahmen unberührt." Dazu gehöre die Weiterentwicklung bestehender Modellreihen und sparsamerer Motoren. Weitere 19 Ruhetage Mit der angekündigten Ausweitung der Produktionsdrosselung soll im Stammwerk des Sportwagenbauers an insgesamt 30 Tagen nicht gearbeitet werden. Elf Ruhetage davon hatte es bereits im Dezember und Januar gegeben. Die Drosselung soll über den Abbau von Arbeitszeitkonten geregelt werden. An dem Standort arbeiten insgesamt 4.800 Menschen, 2.500 davon in der Produktion. Täglich laufen dort 160 Sportwagen vom Band. Mit den Maßnahmen wird die Produktion bis Sommer um insgesamt 4.800 Autos gekürzt. "Wir werden die Märkte nicht mit Fahrzeugen vollpumpen, für die keine Nachfrage besteht", sagte Wiedeking. "Wir produzieren immer ein Auto weniger als der Markt verlangt."
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: VW-Fahrplan: Wiedeking will sich auf kein Datum festlegen
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(Foto: Sascha Schürmann/ddp)
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